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Dornbirner Ache
Dornbirner Ache, © Stadt Dornbirn
Dornbirner Ache
Dornbirner Ache, © Stadt Dornbirn

Fließgewässer

Naturschutz und Hochwasserschutz: beides ist möglich. Noch vor 100 Jahren wurden Bäche und Flüsse ohne Berücksichtigung auf den Lebensraum der Pflanzen- und Tierwelt kanalisiert und begradigt. Heute werden sinnvolle Alternativen und Kompromisse gesucht und auch gefunden.

Instandhaltung von Bachläufen, Seen und Gewässer

Die Stadt Dornbirn erfüllt im Rahmen der gesetzlichen Aufträge (Wasserrechtsgesetz, EU-Wasserrahmenrichtlinie, Kanalisationsgesetz) die erforderlichen Dienstleistungen in den Bereichen Abwasserbeseitigung, Abwasserreinigung, Gewässerbetreuung, Ausweisung und Unterhalt von Grundwasser- und Quellschutz- und Schongebieten. Als Gewässerschutz wird die Gesamtheit der Bestrebungen bezeichnet, die Gewässer (Küstengewässer, Oberflächengewässer und das Grundwasser) vor Beeinträchtigungen zu schützen. Der Gewässerschutz steht in engem Zusammenhang mit dem Bodenschutz und hat die Reinhaltung des Wassers als Trink- oder Brauchwasser zum Ziel und den Schutz dieser Lebensräume als aquatische, das heißt vom Wasser abhängige, Ökosysteme.

Der Gewässerschutz hat verschiedene Zwecke:

  • Reinhaltung des Wassers als Trink- oder Brauchwasser
  • Schutz aquatischer (d.h. vom Wasser abhängiger) Ökosysteme als Teilaufgabe des Naturschutzes.

Gewässerschutz wird deswegen teils nutzungsorientiert, teils losgelöst von Nutzungsinteressen betrieben. Zwischen diesen Ausrichtungen kann es zu Konflikten kommen. Hinsichtlich des Grundwassers steht er in engem Zusammenhang mit dem Bodenschutz. Grundwasserverschmutzungen als Teilaspekt der Umweltverschmutzung konnten in Dornbirn in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Maßnahmen auf ein Minimum beschränkt werden und passierten nur noch selten und unfallbedingt punktuell. Derzeit sind keine aktuellen Problembereiche bekannt.

Wasserqualität der Dornbirner Fließgewässer

Der Gütezustand der Dornbirner Fließgewässer konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert werden. Mit Ausnahme des Fußenauerkanales unterhalb der Einleitung der gereinigten Abwässer der Abwasserreinigungsanlage Dornbirn-Schwarzach bis zu dessen Einmündung in die Dornbirner Ache, weisen alle größeren Dornbirner Fliessgewässer die Gütleklasse I, I – II oder II auf und sind somit rein bis nur mässig belastet. Nachdem ca. 98 % aller Objekte mit Abwasseranfall im Einzugsgebiet der Dornbirner Ache an die Ortskanalisation angeschlossen sind und deren Abwasser zur Kläranlage (ARA Dornbirn-Schwarzach) abgeleitet bzw. in die ARA Ebnit sowie jene von Winsau in die ARA Alberschwende eingeleitet und dort mit einem sehr hohen Wirkungsgrad gereinigt werden, gibt es in Dornbirn keine stark verschmutzten bis übermässig verschmutzten Fließgewässerstrecken der Güteklassen III – IV.

Durch Kanalergänzungen und Lückenschlüsse, insbesondere in den Berggebieten, aber auch in Siedlungsrandlagen, gilt es die letzten noch vereinzelten Gütedefizite zu sanieren und durch Kanalsanierungsmaßnahmen die hohe Fließgewässer- und Grundwasserqualität langfristig zu sichern. Seitens der Stadt Dornbirn werden die Anstrengungen neben dem Bereich der Abwasserentsorgung und Abwasserreinigung im Sinne einer ganzheitlichen Gewässerbetrachtung entsprechend der Vorgabe der EU-Wasserrahmenrichtlinie in den nächsten Jahr auch im Bereich von Renaturierungen und ökologischen Verbesserungen im Rahmen von Hochwasserschutzmaßnahmen fortgesetzt. Im aktuellen Gewässergütebericht des Umweltinstitutes des Landes finden sich weitere Informationen.

Niederschläge in Dornbirn

Dornbirn hat mit rund 1500 mm oder 1500 l/m² Jahresniederschlag die 2,5-fache Menge von Berlin, Wien, London, Stockholm, Warschau, Moskau oder Lissabon (je ca 600 mm) und den fast vierfachen Jahresniederschlag von Madrid und Athen (je ca. 400 mm) und etwa gleich viel wie Bangkok oder Sydney. In Tokyo, Kalkutta und Lagos regnet es mit ungefähr 1600 mm bis 1800 mm und in Georgetown mit über 2200 mm jedoch noch wesentlich mehr. Zum Vergleich: Die niederschlagsreichsten Gebiete sind die inneren Tropen mit immerfeuchtem, tropischem Regenwald. Hier regnet es mitunter über 10.000 mm pro Jahr. In den Gebieten der subtropischen Hochdruckgürtel (Rossbreiten) auf der Nord- und Südhalbkugel, wo es ausgedehnte Wüstengebiete gibt, regnet es hingegen kaum (Sahara, asiatische Wüstenzone, Coloradowüste, chilenische Atacamawüste Kalahari in Afrika und australische Wüste).

Der Niederschlag wird an folgenden Messstationen in Dornbirn laufend aufgezeichnet:

  • ARA Dornbirn, Foracheck
  • Hanggasse
  • Gütle
  • Bödele
  • Ebnit

Die Bearbeitung der Daten erfolgt durch den hydrographischen Dienst Vorarlberg.

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