Sebastianstraße wird saniert

09.09.2019: Nach dem Abschluss der Großbaustelle an der Vordere-Achmühler-Straße startet die Stadt Dornbirn das nächste große Tiefbauprojekt: in den kommenden Monaten werden in der Sebastianstraße zwischen der Kreuzung Schillerstraße mit der Vorderen-Achmühler-Straße und der Kreuzung mit der Kirchgasse sämtliche Leitungen erneuert und der Straßenraum neu gestaltet.

„Die Erneuerung der rund 60 Jahre alten Kanäle sowie der Leitungen für die Strom-, Gas- und Wasserversorgung sichern die Qualität unserer Infrastruktur,“ berichtet Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. Gleichzeitig wird auch der Straßenraum neu gestaltet; für Fußgänger und Radfahrer wird die Straße sicherer, ohne die Kapazität für den Autoverkehr zu verringern. „Das Miteinander der Verkehrsteilnehmer ist im Verkehrskonzept verankert und wird bei allen Baumaßnahmen der Stadt, insbesondere bei der Gestaltung der Verkehrswege berücksichtigt,“ ergänzt Tiefbaustadtrat Mag. Gebhard Greber. Die Baumaschinen werden in der kommenden Woche auffahren. Das Projekt soll bis Dezember weitgehend abgeschlossen sein. Rund 800.000,-- Euro werden von der Stadt in dieses Projekt investiert.

Die meisten Leitungen, insbesondere die Abwasserkanäle, befinden sich unterhalb der Dornbirner Straßen. Müssen Kanäle erneuert werden, geschieht dies fast immer im „Paket“ gemeinsam mit anderen Ver- und Entsorgungsleitungen sowie einer neuen Gestaltung des Straßenraums. Der in der Sebastianstraße verlegte Kanal wurde im Jahr 1963 gebaut und muss erneuert werden. Gleichzeitig werden hier auch die Leitungen der Wasserversorgung, die Stromkabel, Gasleitung, Telekom und TV-Kabel ausgetauscht. Eingebaut wird eine Leitung für die Nahwärmeversorgung. Das Projekt wird in mehreren Abschnitten durchgeführt, um die Zufahrt für Anrainer und Kunden der Geschäfte aufrecht zu erhalten. Für Fußgänger wird diese wichtige Verbindung auch während der Bauarbeiten offen bleiben.

Mit dem großflächigen Ausbau der Abwasserableitung wurde in Dornbirn in den 1960-er Jahren begonnen. Davor betrug die Länge des städtischen Kanalnetzes rund 50 km. 1976 waren es bereits rund 100 km, 1990 rund 150 km und 1998 zirka 200 km. Heute beläuft sich das städtische Kanalnetz auf rund 325 km. Mehr als 99% des Siedlungsraums sind an das Kanalnetz angeschlossen – vereinzelte Bergparzellen werden in den kommenden Jahren folgen. Nach dem flächendeckenden Ausbau konzentrieren sich die Arbeiten heute auf die Sanierung und Erneuerung der Leitungen. Aktuell wird das Kanalnetz abschnittsweise genau untersucht, um den Sanierungsbedarf festzustellen.