Schwerpunktkontrollen beim Bahnhof

16.04.2018: Am vergangenen Freitag führten die ÖBB sowie die Stadt- und Bundespolizei beim Bahnhof Dornbirn eine Schwerpunktkontrolle durch. Die Maßnahme ergänzt die vielfältigen Bemühungen um größtmögliche Sicherheit für die Passanten.

Bekanntlich koordiniert die Stadt Dornbirn bereits seit Jahren ein Projekt der sozialen Einrichtungen, die ihre Klienten am Bahnhof laufend betreuen. Als begleitende ordnungspolitische Maßnahme wurde von der Stadt Dornbirn vor einigen Wochen eine neue Verordnung zum Alkoholkonsum und Verunreinigungen erlassen. Die Schwerpunktkontrolle sollte unter anderem sichtbar machen, dass diese Verordnung konsequent kontrolliert wird. 15 Exekutivkräfte sowie der Sicherheitsdienst der ÖBB und Kontrollorgane der ÖBB waren vor Ort. „Der Dornbirner Bahnhof gehört zu den meistfrequentierten Plätzen in ganz Vorarlberg. Die Maßnahmen von der sozialen Betreuung über die neue Verordnung und die ständige Präsenz der Exekutive sollen das Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher verbessern,“ erläutert Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Von der Polizei wurden zwischen 16:00 Uhr 18:00 Uhr 64 Personenkontrollen durchgeführt. Das Ergebnis: zwei Anzeigen sowie zwei Aufenthaltsermittlungen. Von den ÖBB wurden 14 Schwarzfahrer festgestellt. Mit einer Kundenfrequenz von täglich rund 30.000 sind der Bahnhof und der Busbahnhof sehr stark besucht. Dabei ist zu betonen, dass die Kriminalstatistik kein besonderes Sicherheitsproblem aufzeigt; Problematisch war zuletzt eine Zunahme von Verunreinigungen und Lärmstörungen. Die ÖBB und die Stadt sind mehrmals täglich vor Ort, um Müll zu beseitigen. Mit der Anpassung und Ausweitung der Alkoholverordnung hat die Exekutive zudem bessere Möglichkeiten, bei Bedarf einzuschreiten. Die Schwerpunktkontrolle war der Auftakt für weitere Sicherheitsmaßnahmen beim Bahnhof.

Den ÖBB ist die Sicherheit der Fahrgäste ebenfalls sehr wichtig. Nach einer durchgeführten Umfrage fühlen sich mehr als 78 Prozent der Kundinnen und Kunden bei den ÖBB sicher bzw. sehr sicher. Zahlreiche Initiativen wie die personelle Aufstockung des Sicherheitspersonals und bauliche Maßnahmen wie die Beseitigung von uneinsehbaren Flächen haben dazu beigetragen. Der Bahnhof Dornbirn ist mit einer Frequenz von rund 10.000 Personen pro Tag, welche die Bahn nutzen, einer der größten in Vorarlberg und eine wichtige Verkehrsdrehscheibe. Rechnet man den Busknoten am Bahnhofsvorplatz noch hinzu, nutzen rund 30.000 Personen täglich das Bahnhofsareal.

Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls
Objektiv ist der Bahnhof ein sicherer Ort; dies ist belegt durch die Kriminalstatistik - die Zahl der Straftaten ist im Vergleich zu andere öffentlichen Orten nicht überdurchschnittlich hoch und in den letzten Jahren auch nicht gestiegen. Um die Sicherheit weiterhin hoch zu halten und auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken, wurden und werden in enger Zusammenarbeit mit Partnern wie der Bundespolizei, der Stadtpolizei und der Stadt Dornbirn laufend Maßnahmen gesetzt. Es gilt u.a. die Bestimmungen der Hausordnung und auch das in Kooperation mit der Stadt eingeführte Alkoholverbot durchzusetzen sowie gesetzliche Regeln einzuhalten und Verstöße dagegen zu ahnden. Diesem Zweck dienen auch gemeinsame Kontrollen von ÖBB und Polizei wie jene am vergangenen Freitag. Dabei haben Sicherheitsmitarbeiter der ÖBB die Polizei bei ihren Tätigkeiten unterstützt. Gleichzeitig wurden von den ÖBB Fahrscheinkontrollen durchgeführt.

Bilanz des gemeinsamen Sicherheitsschwerpunktes
Die Polizei führte im Rahmen der gemeinsamen Schwerpunktaktion 64 Kontrollen durch und erstattete zwei Anzeigen. Seitens der ÖBB wurden bei den Fahrscheinkontrollen 14 Personen ohne gültiges Ticket angetroffen und müssen eine Fahrgeldnachforderung bezahlen. Den ganzen Tag über wurden insgesamt 34 Personen ohne gültiges Ticket im Zug angetroffen. Insgesamt waren acht Beamte der Bundespolizei, vier Dornbirner Stadtpolizisten und 16 Mitarbeiter der ÖBB an der gemeinsamen Aktion beteiligt. Bei diesen Kontrollen waren die Teams der ÖBB-Security erstmals in Vorarlberg mit drei Bodycams ausgestattet. Die Geräte werden in einem vierwöchigen Testbetrieb im Einsatz sein. Die Vollausrollung ist für den Spätsommer dieses Jahres geplant. Pilotversuche haben gezeigt, dass Bodycams eine präventive und deeskalierende Wirkung haben. Weitere Schwerpunktaktionen sind geplant.