Rechnungsabschluss für das Krankenhaus

17.05.2018: In ihrer jüngsten Sitzung hat die Dornbirner Stadtvertretung den Jahresabschluss für das städtische Krankenhaus beschlossen.

Mit rund 78 Millionen Euro Jahresumsatz ist das Krankenhaus der größte Betrieb der Stadt. Die Finanzierung gestaltet sich komplex. Neben den sogenannten Leistungspunkten – die für die erbrachten Leistungen an den Patientinnen und Patienten erwirtschaftet werden – tragen der Bund, das Land, jene Gemeinden, deren Patienten in Dornbirn behandelt wurden, sowie die Stadt zur Finanzierung des Abgangs bei. Dabei gibt es erstmals seitens des Bundes eine Zielvorgabe. Der „Zielsteuerungsvertrag 2017 bis 2021“ definiert mit dem sogenannten Kostendämpfungspfad eine Ausgabenobergrenze, die sich am prognostizierten BIP-Pfad orientiert. Dabei darf der Ausgabenzuwachs 2017 3,6 Prozent nicht überschreiten. Mit einem Abgang von 30,337 Millionen Euro liegt der jährliche Abgangszuwachs bei 1,52 Prozent und somit deutlich unter der Zielvorgabe. Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Ein sehr gutes wirtschaftliches Ergebnis, dass wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verdanken. Sie versorgen unsere Patientinnen und Patienten, die zu 61 Prozent aus anderen Gemeinden nach Dornbirn kommen, hervorragend. Das zeigte die hohe Zufriedenheit in unserer Patientenbefragung deutlich. Sie sind mit den Angeboten und Leistungen am städtischen Krankenhaus sehr zufrieden.“

Daten zum Rechnungsabschluss 2017
Ausgaben: € 78.310.327,51 (€ 76.172.568,68 – 2016)
Einnahmen: € 47.973.685,44 (€ 46.291.272,25 – 2016)
Abgang: € 30.336.642,07 (€ 29.881.296,43 – 2016)
Der Abgang wird von Bund, Land, Patientengemeinden und dem Rechtsträger finanziert.

Stationäre Mittel mit 63,27 Prozent und ambulante Mittel 8,98 Prozent sind die größten Posten bei den Erlösen. Sie werden über eine Leistungsdokumentation abgerechnet. Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp: „Die endgültige Abrechnung der Leistungspunkte erfolgt, wenn die Spitalbehörde alle Leistungspunkte in den anderen Krankenhäusern abgerechnet hat. Dies erfolgt in der Regel im letzten Quartal des Folgejahres. 2017 konnte Dornbirn höhere Einnahmen lukrieren als im Voranschlag vorgesehen.“ Auf Platz 3 im Ranking bei den Erlösen liegt die Krankenhausküche. Mit ihren 179.317 Menüs im Jahr 2017 versorgt das Küchen-Team neben den Krankenhaus die beiden Pflegeheime sowie Essen auf Räder.

Leistungsentwicklung 2017
Stationärer Bereich: 20.028 (20.160 – 2016)
Patientinnen und Patienten Frequenz Ambulanz: 106.981 (107.090 – 2016)
Besuche Auslastung Belagstage: 69,45 % (72,04 % – 2016) Tage
Verweildauer: 3,49 (3,64 – 2016)
Operationen: 6.466 (6.204 – 2016)
Geburten: 1.458 Lebendgeborene (1.474 – 2016)
Die Zahl der Systembetten betrug im vergangenen Jahr 284 Betten

Rund 61% der Patientinnen und Patienten im Krankenhaus Dornbirn kommen aus anderen Gemeinden. Das macht das Stadtspital zu einer wichtigen Gesundheitseinrichtung in Vorarlberg, die bis 2020 den Operationsbereich modernisiert. Dabei erfolgt der Zu- und Umbau des zweitgrößten Spitals in Vorarlberg bei laufendem Betrieb. „Dabei investieren wir in neue Technologien wie die 4K beim Video-Routing. Das bedeutet für den OP Bilder in Echtzeit und damit sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt“, betont Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp. Insgesamt investiert die Stadt Dornbirn 22,5 Millionen Euro. „Mit diesen Investitionen bekennen wir uns deutlich zu einem eigenständigen Dornbirner Krankenhaus“, betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.