Neue Verkehrsregelung beim Bahnhof: Zufahrt ja; Durchfahrt nicht mehr möglich

13.06.2019: Ab dem 1. Juli wird es nicht mehr möglich sein, die Stadt mit dem Auto über den Bahnhof zu durchqueren. Wer das Stadtgebiet von Bezirk zu Bezirk durchfahren möchte, wird dies vorwiegend über die Stadtstraße oder andere Haupterschließungsstraßen tun.

Ein entsprechender Beschluss wurde vom Stadtrat bereits im Vorjahr gefasst. Nun tritt diese Verordnung in Kraft. Bereits bisher war die Durchfahrt vom Osten der Stadt gesperrt. Den meistfrequentierten Mobilitätsknotenpunkt vom Durchgangsverkehr zu befreien ist wichtig, da der Bereich rund um den Bahnhof an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen ist. Was nach wie vor möglich bleibt, ist die Zufahrt von allen Seiten. „Zufahrt ja! Durchfahrt über die Stadtstraße.“ Die Querung der Stadt über die Stadtstraße oder andere höherrangige Straßen ist im Verkehrskonzept vorgesehen und auch deutlich schneller sowie einfacher.

Der Bahnhof ist die Zentrale des öffentlichen Verkehrs in Dornbirn. Neben den Zugverbindungen im Rheintal, treffen sich hier auch zahlreiche Linien des Land- und des Stadtbus. Seit der Eröffnung des Busbahnhofs im Jahr 2003 hat sich die Frequenz von rund 15.000 Ein-/und Aussteiger pro Tag (Bahn, Stadt- und Landbus) auf mehr als 26.000 gesteigert. Die Anzahl der abfahrenden Busse ist von 750 auf 850 gestiegen. Aufgrund der gestiegenen Fahrgastzahlen müssen auch größere Busse eingesetzt werden. Da die Anlegekanten für einen reibungslosen Busbetrieb nicht mehr ausreichen, sind weitere Baumaßnahmen notwendig. Derzeit werden im Rahmen einer Studie und Planung mögliche Lösungen für eine Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes vorbereitet. Wichtig ist jedenfalls, dass der Durchgangsverkehr, der einen reibungslosen und planmäßigen Busverkehr behindert, gestoppt wird.

Die hohe Besucherfrequenz, vor allem aber die zahlreichen und engen Begegnungen von Fußgängern, Radfahrern, Bussen und PKW wurden in den vergangenen Jahren zunehmend ein Sicherheitsproblem, das nur mit einer Neugestaltung und einer Sperre für den durchgehende PKW-Verkehr verbessert werden kann. Die Bahnhofstraße ist eine wichtige Verbindungsachse zwischen Bahnhof und Innenstadt – insbesondere für den öffentlichen sowie den Fuß- und Radverkehr. Die untere Bahnhofstraße soll in den kommenden Jahren saniert und neugestaltet werden. Die Planungen dazu sind bereits im Laufen. Vorgesehen ist eine deutliche Ausweitung der Gehsteige, um den vielen Fußgängerinnen und Fußgängern, die sich zwischen der Innenstadt und dem Bahnhof bewegen, mehr Platz zu geben. Die Bahnhofstraße soll damit als attraktiver öffentlicher Stadtraum gestaltet werden. Durch das Ausbilden eines großzügigen westseitigen Gehsteiges entlang der Bahnhofstraße kann zudem die Lindenkreuzung maßgeblich entlasten. Der Verkehrsknotenpunkt Bahnhof wird weiterhin für PKWs uneingeschränkt von allen Seiten erreichbar bleiben. Wer allerdings von Bezirk zu Bezirk fahren möchte, wird dies – wie im Verkehrskonzept vorgesehen – beispielsweise über die Autobahn, Lustenauerstraße, L190/Stadtstraße, oder die L200 tun. „Zufahren ja – durchfahren nein“.