Neubau Volksschule Haselstauden: Wichtige Vergaben beschlossen

03.04.2018: Nach umfangreichen Planungen und Vorbereitungen, wie sie bei einem Projekt dieser Größenordnung üblich und notwendig sind, wird der Bau der neuen Volksschule Haselstauden nun auch sichtbar.

In den kommenden Wochen starten die Abbrucharbeiten. Noch im April ist der Spatenstich vorgesehen. Mit dem Beschluss der Vergabe der Baumeisterarbeiten in der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung sowie weiteren Gewerken im Stadtrat konnte der Großteil des ersten Vergabepakets in der Höhe von rund 3,8 Millionen Euro verabschiedet werden. Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Die neue Volksschule in Haselstauden ist ein weiteres Projekt aus dem Dornbirner Schulraumkonzept. Die Schule, die mit den Nutzerinnen und Nutzern gemeinsam geplant wurde und den neuesten pädagogischen Anforderungen entspricht, wird ein Vorzeigeprojekt werden - denn modernes Lernen geht besser in modernen Schulen.“ Die Kosten für das Großprojekt belaufen sich auf rund 12,5 Millionen Euro. Anfang 2020 soll die neue Volksschule bezugsfertig sein.

Mit rund 3,6 Millionen Euro sind die Baumeisterarbeiten, sie umfassen den Rohbau des neuen Gebäudes, einer der größten Aufträge für das neue Schulgebäude. Vor Beginn der Bauarbeiten, die gegen Ende des Monats mit dem Spatenstich offiziell starten werden, wird das bestehende Gebäude, das großteils in den 1960-er Jahren errichtet wurde abgerissen. Der Altbau aus dem 19. Jahrhundert und die Turnhalle bleiben bestehen. Die neue Schule grenzt direkt an die bestehende Turnhalle. Der große, abgesenkte Vorplatz - die neue „Schularena“ - ermöglicht ein vollwertiges Untergeschoss mit direktem Zugang zum Schulhof, der attraktive Möglichkeiten für verschiedenste Outdoor-Aktivitäten bieten wird. Im Zuge des Neubaus werden auch die bestehenden Anlagen in der Turnhalle modernisiert. „Die gesamte Schule wird außerdem in Sachen Energieeffizienz mittels durchgängiger LED-Beleuchtung, Wärmepumpe und einer Photovoltaik-Anlage auf den neuesten Stand gebracht. Auch gekühlt wird mittels Erdwärme - im besonders sparsamen Freecooling-Betrieb ohne Kältemaschine“, berichtet Hochbaustadtrat Walter Schönbeck.

Im Vorfeld wurde von Vertretern der Schule und der Stadt ein „Pädagogisches Raumfunktionsbuch“ erarbeitet, in dem die Anforderungen sowie Ideen für die neue Schule gemeinsam definiert wurden. Offenes Lernen, individueller Förderbedarf und die verstärkte Nachfrage nach Mittagsbetreuung machen neue Raumkonzepte notwendig. Das Herzstück der neuen Volksschule Haselstauden bildet eine großzügige, zusammenhängende Lernlandschaft über zwei Ebenen. Hier sind Aula, Essbereich, Verwaltung, Nachmittagsbetreuung und ein Kreativbereich untergebracht, Schulstadtrat Werner Posch: „Dieser Indoor-Campus bietet Raum für Veranstaltungen und ist Treffpunkt für alle Schülerinnen und Schüler. Da immer mehr Kinder immer mehr Zeit in der Schule verbringen, sind gerade auch Räume zum Ausspannen und Wohlfühlen besonders wichtig.“

In Summe entstehen drei Lernreviere und ein Förderbereich auf zwei Ebenen verteilt. Jedes Lernrevier wird über einen eigenen Zugang erschlossen und verfügt über einen eigenen Garderoben- und Sanitärbereich. In einem Lernrevier sind jeweils vier Klassenzimmer, ein Lehrerstützpunkt und ein Differenzierungsraum um einen offenen Marktplatz gruppiert. Ein regengeschützter Freibereich steht den Kindern zum „Luft-Schnappen“ zur Verfügung. Auch einige architektonische Raffinessen bietet die neue Volksschule Haselstauden. So erweitern große Dachsheds im Obergeschoss die Lernlandschaften in ihrer Höhe und sorgen zusätzlich für eine optimale, blendfreie Belichtung von Norden. Ein echter Hingucker werden die begehbaren Glasböden, die Tageslicht auch in die unteren Geschosse bringen und die Schule als Ganzheit erlebbar machen sollen.