Nachbarschaftswunder "Familientreffpunkt"

10.10.2017: In den 20 städtischen Kindergärten in Dornbirn starten ab 21. Oktober wieder die Familientreffpunkte.

Julia hat den Fahrradparcours perfekt gemeistert

Selim bereitet sich auf den Start vor

In den 20 städtischen Kindergärten in Dornbirn starten ab 21. Oktober wieder die Familientreffpunkte. Eine Art außertourliches Programm für Eltern, Kinder und Pädagoginnen. Und ein Gewinn für alle, so Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Bei den Familientreffpunkten geht es um unkompliziertes, niederschwelliges Zusammensein aller. So entstehen Vertrauen und Beziehung und so kann – ganz im Sinne unserer wichtigen Initiative ‚Dornbirn lässt kein Kind zurück‘ auf besonders herausfordernde Situationen eingegangen werden.“ Auch die früher so selbstverständlich gelebte Nachbarschaftshilfe bekommt hier neuen Aufschwung.

„Wir sind von Bregenz hergezogen und natürlich war am Anfang alles neu. Erst mit dem Kindergarten und vor allem diesen Treffpunkten ist so etwas wie ein Netzwerk entstanden“, erzählt Daria, eine junge Mama. Ihr Sohn Selim prägt sich gerade die Fahrtstrecke ein. Gleich ist er an der Reihe beim Fahrradparcours. Der heutige Familientreffpunkt steht unter dem Motto „Sicher am Rad“. Ein Familientreffpunkt wird immer von einem Team aus engagierten Eltern und einer Leiterin gestaltet. Es gibt verschiedene Themen oder ein ganz bestimmtes Motto – vom Römerfest bis hin zum interkulturellen Fest. Die Vielfalt der Kulturen zeigt sich hier nicht nur am Buffet „Dass so viele Mütter und Väter aus unterschiedlichen Herkunftsländern aktiv dabei sind, ist sehr wertvoll und eine Bereicherung“, sind sich die anwesenden Eltern einig.

Miteinander statt nebeneinander Und es gibt sie wirklich, diese schönen Nachbarschaftsgeschichten. Dass Familien jahrelang fast Tür an Tür leben und einander erst durch den Familientreffpunkt kennenlernen, bestätigt auch Daria: „Hier sind wirklich Freundschaften entstanden, können die Kinder sich besuchen, hilft man einander ein bisschen.“ Heute sind Eltern, Kinder und Pädagoginnen ein gutes Team, sagt die Leiterin der Familientreffpunkte, Brigitte Rodriguez-Lopez: „So ein Treffpunkt ist viel mehr als nur ein Pflichttermin für mich, es ist einfach tolles Arbeiten. Wenn man das Umfeld kennt, ist es auch viel einfacher das Kind in der Arbeit zu begleiten.“

Dornbirn lässt kein Kind zurück
Julia bremst ihr Rad ab und lacht. Die ersten Hürden hat sie perfekt gemeistert. Neben den vielen wertvollen Inhalten und Trainings, sind die Familientreffpunkte vor allem eines: Ein Ort der Begegnung, des Austauschs, der ehrlichen Worte. „Ich erzähle einem Fremden ja keine Probleme. Aber einem Vertrauten in einem geschützten Rahmen sehr wohl. Hier lacht einen keiner aus, hier muss sich niemand schämen“, erklärt Brigitte Rodriguez-Lopez. Ganz gleich ob es um kleinere Problemchen im Alltag oder um wirklich große Herausforderungen geht, in den Familientreffpunkten kann der erste Schritt zur Problemlösung bereits gemacht werden – das Anbieten und Annehmen von Hilfe. „Das ist auch ein Kerngedanke von ‚Dornbirn lässt kein Kind zurück‘, dass alle Akteure rund um das Kind zu seinem Wohl handeln, dass gerade auf unkomplizierte Weise Hilfe und Unterstützung angeboten wird, noch bevor das Problem zu einem großen Problem wird“, erklärt Familienstadtrat Josef Moosbrugger die Initiative. Das braucht gut geschulte Leute, vor allem aber viel Nähe, Vertrauen und Kommunikation. Dazu tragen die Familientreffpunkte in Dornbirns Kindergärten bei. Die Familientreffpunkte finden zweimal im Monat statt. Den Auftakt der neuen Reihe macht das große Familienfrühstück am Samstag, 21. Oktober.

Familienfrühstück, am Samstag, 21. Oktober zwischen 9:00 und 12:00 Uhr in folgenden Kindergärten: Am Wall, Forach, Haselstauden, Hatlerstraße, Härte, Heinzenbeer, Kastenlangen, Kehlegg, Knie, Langegasse, Marktstraße, Mittebrunnen, Mittelfeld, Rohrbach, Schwefel, Wallenmahd, Watzenegg, Weissacher