Generationsübergreifend wohnen

14.11.2017: „In guter Nachbarschaft,“ unter diesem Motto steht ein ganz besonderes Wohnprojekt in Dornbirn, das kürzlich im Gasser-Park eröffnet werden konnte.

v.l. Elisabeth Fink, Sozialstadträtin Marie-Louise Hinterauer, Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, Erich Gasser

Mit 24 Wohnungen, einem großen Gemeinschaftsraum und einer Spielgruppe leben gleich mehrere Generationen vernetzt und sich gegenseitig unterstützend unter einem Dach. „Nachbarschaftliches Miteinander und das auch noch generationsübergreifend ist für neue Wohnformen eine immer größere Herausforderung. Mit diesem neuen Modell, in dem sich die Bewohnerinnen und Bewohner täglich begegnen und gegenseitig stützen, schaffen wir eine innovative Alternative und gute Grundlage für gutes, nachbarschaftliches Klima,“ freut sich Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann über das gelungene Projekt. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben ihre neue Gemeinschaft jedenfalls bereits mit mehreren gemeinsamen Treffen gut gestartet.

Das neue Wohnmodell „In guter Nachbarschaft“ richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte beziehungsweise am Ende ihres Berufslebens, die ihre Wohnumgebung mitgestalten und Nachbarschaft bewusst leben wollen. Sozialstadträtin Marie-Louise Hinterauer: „Die Mieterinnen und Mieter gestalten bei einer weitgehenden Selbstorganisation die Gemeinschaft und ihre Nachbarschaft selbst mit. Dazu hat die Stadt Dornbirn eines von drei Gebäuden mit 24 Wohnungen im Gasser-Park angemietet, und stellt diese Wohnungen Interessierten zur Verfügung.“ 22 Wohnungen wurden bereits vermietet und großteils auch schon bezogen. Damit sich die Mieterinnen und Mieter kennenlernen und gegenseitig unterstützen können, haben auch bereits drei Treffen stattgefunden. Das neue Projekt ist außergewöhnlich und hat auch über die Landesgrenzen hinaus große Beachtung gefunden.

Ziele des neuen Wohnmodells
Die Bevölkerungsentwicklung und die zunehmende Anzahl von Single-Haushalten einerseits und auf der anderen Seite die Bereitschaft und der Wunsch vieler Menschen, auch nach der Erwerbsarbeit ihr Potential weiterhin in die Gesellschaft einzubringen, erfordern neue Antworten. Das neue Wohnprojekt stellt die Prävention in den Vordergrund und bietet Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Wissenschaftliche Studien weisen einen direkten Zusammenhang von gelingenden sozialen Beziehungen mit Gesundheit, Bildung und Sicherheit nach. Die Leitgedanken des Projektes sind: Entdecken, Fördern und Einbringen von Potentialen der Mieter sowie Möglichkeitsräume zu schaffen, damit Lebensqualität für alle im Haus und im Quartier erfahrbar wird. Der Grundgedanke dabei ist, dass die gute Nachbarschaft der Bewohner des Hauses in weiterer Folge auf die Wohnanlage und das Quartier übergeht.

Die Wohnanlage
Die gesamte Wohnanlage Gasser-Park besteht aus 3 Häusern, mit 74 Mietwohnungen. Die Wohnungen werden an Junge und Alte, Singles, Paare und Familien vermietet. Die Wohnanlage besteht aus 3 Baukörpern, mit jeweils separatem Hauseingang. In der ehemaligen Shedhalle entstehen 20 Lofts, im zweiten Gebäude 26 Wohnungen, das dritte Gebäude mit 24 Wohnungen wird von der Stadt Dornbirn für „In guter Nachbarschaft“ angemietet. Im Erdgeschoss befindet sich eine Spielgruppe, die in wenigen Monaten starten wird.