„Fritag am füfe“ beim Zanzenbergstollen

10.07.2018: Die Maschine, die sich derzeit durch den Zanzenberg bohrt, hat ihre rund 470 Meter lange Reise bereits begonnen. Bis Ende des Jahres wird sie sich durch den Berg arbeiten und einen rund 2 Meter breiten Stollen gefräst haben.

Hier werden später bei Hochwasserereignissen die Wassermengen aus dem Steinebach in die Dornbirner Ache abgeleitet. Das Hochwasserschutz-Projekt ist ambitioniert, aber wichtig. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fritag am Füfe“ haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren. Treffpunkt ist an der Baustelle an der Vorderen Achmühlerstraße. Zanzenbergstollen - „Fritag am füfe“ Freitag, 27. Juli 2018 17:00 Uhr „Fritag am füfe“ eröffnet interessierten Besucherinnen und Besuchern alle zwei Monate einen Einblick in städtische Betriebe oder aktuelle Bauprojekte. Jede und Jeder sind dabei herzlich willkommen. „Der Blick hinter die Kulissen soll helfen, die Betriebe der Stadt besser kennen zu lernen sowie sich über die aktuellen Bauprojekte informieren zu können,“ erläutert Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann die Ziele von „Fritag am füfe.“ Im Gespräch mit den Verantwortlichen Betriebs- oder Projektleitern, die bei diesen Terminen vor Ort sind, können mitunter auch aktuelle Fragen aus der Bevölkerung geklärt werden.

Eines der größten Bauprojekte zum Hochwasserschutz in Dornbirn
Es ist eines der größten Bauprojekte zum Hochwasserschutz, das in Dornbirn in den vergangenen Jahrzehnten umgesetzt wurde: der „Zanzenbergstollen“ vom Steinebach unterhalb des Zanzenbergs bis zur Dornbirner Ache. Mit dieser Ableitung wird die Hochwassersicherheit im Unterlauf des Steinbaches und vor allem entlang des Fischbaches und im Schwefel erheblich verbessert. Die Arbeiten am Tunnel erfolgen direkt am Fuß des Zanzenbergs an der Kreuzung Vordere-Achmühler-Straße und der Gechelbachgasse Für den Durchzugsverkehr ist während der Bauarbeiten eine Straßensperre notwendig. Die Sperre wird voraussichtlich bis August 2019 erforderlich sein. Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Der Zanzenbergstollen ist für die Hochwassersicherheit entlang des Fischbaches und im Schwefel wichtig und nach zahlreichen Untersuchungen auch die beste Lösung. Wir hoffen auf eine möglichst rasche Abwicklung der Baustelle.“

Zum Projekt „Zanzenbergstollen“
Die Hochwassersicherheit für den Fischbach soll mit einem unterirdisch geführten Stollen unterhalb des Zanzenbergs, der das Wasser vom Steinebach direkt in die Dornbirner Ache leiten kann, verbessert werden. Das Projekt wurde in den vergangenen Jahren intensiv diskutiert und vorbereitet. Tiefbaustadtrat Mag. Gebhard Greber: „Nach dem Bau von Schutzprojekten am Fallbach und Sanierungen im Bereich der Dornbirner Ache ist der Entlastungsstollen ein weiteres wichtiges Projekt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Dornbirn. Gerade die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass solche Projekte zukünftige Hochwassereignisse wesentlich entschärfen können.“ Insgesamt investieren der Bund, das Land und die Stadt Dornbirn rund 6,4 Millionen Euro in dieses wichtige Projekt.

Siedlungsraum schützen
Dass der Siedlungsraum von Dornbirn im Einzugsbereich eines großen Entwässerungsgebiets liegt, zeigen unter anderem die mitunter raschen Schwankungen des Wasserstands in der Dornbirner Ache. Weite Teile des Dornbirner Hinterlandes werden über die Ache sowie verschiedene Bachläufe im Stadtgebiet entwässert. Immer wieder kam es dabei im Unterlauf des Fischbachs zu Überflutungen. In den vergangenen Jahren wurden im Bereich des Steinebachs, der ab der Querung mit der Kehlerstraße zum Fischbach wird, bereits Projekte zur Verbesserung des Hochwasserschutzes umgesetzt. „Für die Entlastung des Fischbach ist es notwendig, bei einem größeren Hochwasserereignis, die Wassermenge zu reduzieren. Umfangreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass dies am besten durch einen Entlastungsstollen, der das Wasser unterhalb des Zanzenbergs direkt in die Dornbirner Ache leitet, bewirkt werden kann,“ ergänzt Tiefbaustadtrat Mag. Gebhard Greber.

Die Entlastungsleitung verläuft von einem Fassungsbauwerk im Steinebach bis zur Einleitung in die Dornbirner Ach unterhalb der Achmühler Brücke in einer Unterflurtrasse. Die Herstellung der Entlastungsleitung erfolgt in zwei Abschnitten. Zum einen ist wegen der Tiefenlage der Leitung eine 470 m lange Bohrung durch den Geländerücken des Zanzenbergs vorgesehen und zum anderen erfolgt die Verlegung im Straßenbereich in einer rund 200 m langen offenen Baugrube. Eingebaut werden Stahlbetonrohre mit einem Innendurchmesser von 2000 mm.

Die weiteren Termine von „Fritag am füfe“
Freitag, 17. August
Freitag, 14. September
Freitag, 30. November
Jeweils um 17:00 Uhr