Eschenkrankheit macht Baumfällen notwendig

12.09.2018: Entlang der Dornbirner Ach sind derzeit zahlreiche Eschen von einer speziellen Baumkrankheit befallen.

Das so genannte Eschentriebsterben ist eine Pilzerkrankung, die sich schon seit Jahren in Vorarlberg ausbreitet. Dabei können jederzeit auch größere Äste ganz plötzlich abbrechen. „Aus Sicherheitsgründen müssen deshalb mehrere Eschen entlang des Geh- und Radweges bei der Schmelzhütterstraße gefällt werden“, so Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. Diese Arbeiten finden im Oktober statt, im November werden an dieser Stelle neue Bäume gesetzt.

Bäume werden grundsätzlich nur gefällt, wenn es keinen anderen Ausweg gibt. Das Eschentriebsterben ist seit rund zehn Jahren ein Problem in Österreich, mehr als 90 Prozent der Eschen seien betroffen. Der kleine weiße Pilz breitet sich mittels Sporen über die Luft aus. Auch in Vorarlberg mussten heuer bereits mehrere Eschen gefällt werden, so zum Beispiel im Frühjahr in Bregenz. Nun sind auch Bäume entlang der Dornbirner Ach betroffen. Bei einigen Bäumen ist die Krankheit dermaßen weit fortgeschritten, dass diese nun im Oktober abgeholzt werden müssen. Bei der Pilzinfektion sterben einzelne Triebe von außen nach innen ab. Sie werden morsch und brechen ab. Ist ein Seitentrieb eines großen Astes betroffen, dann kann auch der Hauptast - obwohl noch grün und voller Blätter – ohne jede Vorwarnung abbrechen. Damit Fußgänger und Radfahrer geschützt bleiben, müssen darum die am stärksten betroffenen Eschen gefällt werden. „Das Eschentriebsterben wurde bei diesen Bäumen zweifelsfrei festgestellt. Die Forschung arbeitet bereits daran, mit Hilfe von resistenten Eschen diese verheerende Krankheit in den Griff zu bekommen. An Stelle der gefällten Eschen werden neue Bäume gepflanzt“, so Umweltstadträtin Dr. Juliane Alton. Die Holzarbeiten finden je nach Witterung im Oktober statt. Im November werden die neuen Bäume gepflanzt.