Eislaufplatz bei der Arena Höchsterstraße in dieser Saison nicht in Betrieb

07.11.2018: Der Eislaufplatz bei der Arena Höchsterstraße wird heuer nicht in Betrieb gehen können. Eine aktuelle Überprüfung der Anlage hat ergeben, dass ein sicherer Betrieb, insbesondere der Kältetechnik, nicht mehr möglich ist.

Als eine der Ursachen werden in der Untersuchung ausgeprägte Setzungen des Bauwerks (Eispiste, Zulieferleitungen für das Kältemittel und der Kälteanlage selbst) genannt. Diese Bewegungen im Untergrund scheinen sich während der Trockenheit im heurigen Sommer beschleunigt zu haben. Eine rasche Sanierung der Anlage ist nicht möglich. Für die Vereine, welche die Eisfläche für die kommende Saison bereits eingeplant hatten, werden Ersatzlösungen gesucht. Für Schulen und Familien besteht wie bisher im Messestadion die Möglichkeit, Eislaufen zu gehen. Auch mit dem Land wurde der Kontakt hergestellt. Ein Gesamtkonzept für die Arena Höchsterstraße, das für das kommende Jahr vorgesehen war, wird angesichts der aktuellen Entwicklung beschleunigt.

Als Ergänzung der Eissportmöglichkeiten in Dornbirn war der Eislaufplatz bei der Arena Höchsterstraße sowohl für die Vereine als auch für den Publikumslauf eine äußerst beliebte Sportanlage. Der Eislaufplatz wurde vor rund 50 Jahren errichtet und wurde seither laufend gepflegt und instandgehalten. Dies betrifft insbesondere die Kälteanlage, die zwar in die Jahre gekommen war, aufgrund der laufenden technischen Adaption jedoch funktionstüchtig erhalten werden konnte. Besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt, da die Anlage auf die Kühlung mit Ammoniak ausgelegt war – eine Technik die mittlerweile bei neuen Anlagen nicht mehr eingesetzt wird, da ein möglicher Austritt des Kühlmittels gefährlich wäre. Dies ist auch der Grund dafür, den Platz heuer nicht in Betrieb zu nehmen. Aufgrund der Setzungen können die Experten die Dichtheit vor allem der Zu- und Ableitungen nicht mehr garantieren.

Die Eispiste und die Nebenanlagen sind als Betonbauwerk ausgeführt, das vor 50 Jahren auf sogenannten „Piloten“ aufgeständert wurde. Wie bei jedem Bauwerk kommt es über die Jahrzehnte zu leichten Setzungen, die laufend beobachtet und bei Bedarf auch kompensiert werden können. Im konkreten Fall haben sich die Setzungen bei der Betonpiste der Eisfläche, beziehungsweise der Unterkonstruktion in den kommenden Monaten soweit beschleunigt, dass auch die Zu- und Ableitungen für das Kühlmittel betroffen sind. Als eine der möglichen Ursachen für diese Setzungen wird auch die Trockenheit des heurigen Sommers in Betracht gezogen. Eine rasche Sanierung des Bauwerks und der Anlage ist nicht möglich – dies ist das Ergebnis der ersten Gutachten der Experten. Die Erstellung eines Gesamtkonzepts für die zukünftige Entwicklung der Jugend-und Sportanlage Arena Höchsterstraße ist für das kommende Jahr geplant und wird nun beschleunigt. Mit den betroffenen Vereinen wurde seitens der Stadt bereits Kontakt aufgenommen. Gemeinsam sollen in den kommenden Wochen Alternativlösungen ausgearbeitet werden. Auch mit dem Land Vorarlberg werden mögliche Lösungen und Unterstützungen diskutiert.