Ein starkes Team

11.01.2018: Das Krankenhaus Dornbirn hat jetzt die Betriebsbewilligung seitens des Landes für die Abteilung Orthopädie und Traumatologie bei zeitgleicher Auflösung der Abteilung Orthopädie und des Satellitendepartments Unfallchirurgie erhalten. Primar Dr. Arno Martin als neuer Leiter der Orthopädie und Dr. Richard Schnetzer als Departmentsleiter für Unfallchirurgie führen gemeinsam das Haus Richtung Zukunft.

KH Krankenhaus Dornbirn, Arzt, Primar

KH Krankenhaus Dornbirn, Arzt, Primar

Ein Unfall kann schnell passieren. Gut zu wissen, dass 24 Stunden, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr eingespielte Teams bereit stehen, um Patientinnen und Patienten kompetent und rasch zu versorgen. 40.000 Frischverletzte wurden 2016 unfallchirurgisch betreut und rund 1.300 operative Eingriffe durchgeführt. Die orthopädische Ambulanz wurde von 7.000 Patientinnen und Patienten frequentiert. Das sind beeindruckende Bilanzen. Und jetzt führen die beiden – Primar Dr. Arno Martin als neuer Leiter der Orthopädie und Dr. Richard Schnetzer als Departmentsleiter für Unfallchirurgie – gemeinsam das Haus Richtung Zukunft. Denn aus zwei medizinischen Disziplinen wird ein neues Fach. Eine Herausforderung und zugleich ein wichtiger Schritt, um jungen Ärztinnen und Ärzten die idealen Voraussetzungen für die neue Ausbildung Orthopädie und Traumatologie zu bieten. „Die Neugestaltung des Faches ,Orthopädie und Traumatologie‘ ist ein spannendes Vorhaben. Bis das neue Fach in Österreich endgültig etabliert sein wird, darf mit einem Übergangsprozess von etwa zehn Jahren gerechnet werden“, betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann, „wir in Dornbirn werden zu den Ersten gehören und freuen uns diesen Weg gemeinsam mit Dr. Arno Martin und Dr. Richard Schnetzer zu gehen.“

40.000 Frischverletzte wurden 2016 unfallchirurgisch betreut und rund 1.300 operative Eingriffe durchgeführt. Die orthopädische Ambulanz wurde von 7.000 Patientinnen und Patienten frequentiert. Das sind beeindruckende Bilanzen. Und jetzt führen die beiden – Primar Dr. Arno Martin als neuer Leiter der Orthopädie und Dr. Richard Schnetzer als Departmentsleiter für Unfallchirurgie – gemeinsam das Haus Richtung Zukunft. Denn aus zwei medizinischen Disziplinen wird ein neues Fach. Eine Herausforderung und zugleich ein wichtiger Schritt, um jungen Ärztinnen und Ärzten die idealen Voraussetzungen für die neue Ausbildung Orthopädie und Traumatologie zu bieten. „Die Neugestaltung des Faches ,Orthopädie und Traumatologie‘ ist ein spannendes Vorhaben. Bis das neue Fach in Österreich endgültig etabliert sein wird, darf mit einem Übergangsprozess von etwa zehn Jahren gerechnet werden“, betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann, „wir in Dornbirn werden zu den Ersten gehören und freuen uns diesen Weg gemeinsam mit Dr. Arno Martin und Dr. Richard Schnetzer zu gehen.“

2021 werden die ersten Fachärzte die neue Ausbildung beenden“, erklärt Primar Arno Martin, „und laut Gesetzgeber hätten wir bis 2027 Zeit.“ Er lächelt. Denn bereits jetzt setzt Dornbirn die ersten Schritte. So hat sich die Zusammenarbeit von Orthopädie und Unfallchirurgie intensiviert. „Die Bündelung der Kompetenzen hat qualitätssichernde Vorteile“, betont Dr. Richard Schnetzer, Departmentsleiter für Unfallchirurgie. Gemeinsam starten sie jetzt einen längeren Prozess. Denn für beide fachlich und organisatorisch sehr gut geführten Abteilungen bedeutet die Zusammenführung einen großen Umbruch. Dabei war nicht nur die Angleichung an internationale Standards für die Strukturanpassung entscheidend. Auch die Zunahme von altersbedingten degenerativen Erkrankungen und die Anzahl der schweren Unfälle führen dazu, dass sich die beiden Fächer Orthopädie und Traumatologie immer näher gerückt sind. So unterscheidet sich das Leistungsspektrum der Abteilungen fast nur dadurch, dass in der Orthopädie die Eingriffe größtenteils planbar sind, während die Unfallchirurgen meist akut einschreiten müssen. „In Zukunft geht es um Koordination und Fusion“, erklärt Dr. Arno Martin die Herausforderung.

Spezialisierungen und Schwerpunkte
Ein Schwerpunkt in der Orthopädie liegt bei der Endoprothetik. Der Fachausdruck kommt vom Griechischen „endo“ sprich „innen“ und beschreibt Implantate, die dauerhaft im Körper verbleiben und das geschädigte Gelenk ganz oder teilweise ersetzen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die arthroskopische Chirurgie – umgangssprachlich Gelenkspiegelung – des Bewegungsapparates, die besonders Hüfte, Knie, Schulter aber auch Sprunggelenke sowie Ellbogen umfasst. Auch die Akuttraumatolgie und Alterstraumatologie sind wesentliche Kernpunkte des neuen Fachs. „Wir möchten in Dornbirn Schwerpunkte setzen“, erklärt Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp, „zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Zugleich können wir so die neue Ausbildungsverordnung für die Ärzte von Morgen erfolgreich umsetzen ¬– um auch in Zukunft eine medizinische Versorgung auf diesem hohen Niveau bieten zu können.“

Traumatologie
Die Zahl der Altersfrakturen, speziell Schenkelhalsfrakturen und Handgelenks- wie Oberarmbrüche, hat erwartungsgemäß spürbar zugenommen“, erklärt Departmentleiter für Unfallchirurgie Dr. Richard Schnetzer, „diese Zunahme der OP-Zahlen bedeutet auch eine Herausforderung für das Pflegepersonal und die Nachsorgeabteilung, die diese Aufgabe mit großem Engagement meistern.“ Dabei befasst sich das Team der Abteilung Orthopädie mit der Vorbeugung, Erkennung und der Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen oder Funktionsstörungen der Stütz- und Bewegungsorgane. Dazu zählen Knochen genauso wie Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und Nerven. Fachgebiete wie Gelenksersatz- und Fußchirurgie sind die Schwerpunkte. Das zeigt sich auch bei der OP-Statistik: Dabei wurden 225 Hüftgelenkstotalendoprothesen eingesetzt. Bei den Kniegelenkstotalendoprothesen waren es rund 220 Eingriffe. Mit einer Teilprothese konnte bei 26 Patientinnen und Patienten die Funktion wieder herstellt werden. „Kleinere Eingriffe werden tageschirurgisch umgesetzt und bei größeren Eingriffen können wir durch gute nachgeschaltete Versorgungsstrukturen die Liegezeit verkürzen“, betont Primar Arno Martin.