Budget 2018 der Stadt Dornbirn

06.12.2017: „Wenn eine Stadt im Jahr 38 Millionen Euro investieren, einen Überschuss aus dem laufenden Betrieb erwirtschaften und den Schuldenstand abbauen kann, darf man durchaus von einem positiven Budget sprechen,“ beschreibt Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann den Entwurf für den Voranschlag der Stadt Dornbirn für das kommende Jahr.

 „Dieses erfreuliche Ergebnis ist Ausdruck der positiven Dynamik unserer Stadt aber auch einer nachhaltigen und zukunftsorientierten wirtschaftlichen Entwicklung, die Dornbirn in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hat,“ ergänzt die Dornbirner Bürgermeisterin. Insgesamt beträgt das Budgetvolumen im kommenden Jahr 288,4 Millionen Euro – ein neuer Rekordwert. Den Entwurf für das Budget 2018, der in den vergangenen Monaten gemeinsam und intensiv mit den Fraktionen diskutiert wurde, wird Bürgermeisterin Andrea Kaufmann der Stadtvertretung am 14. Dezember zur Beschlussfassung vorlegen.

Mit fast 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern – diese Marke wird voraussichtlich Mitte 2019 fallen – ist Dornbirn nicht nur die größte Stadt im Land, auch bei den Budgetwerten ist die Stadt weit abgeschlagen an erster Stelle. Unter anderem hängt dies auch mit dem eigenen Krankenhaus zusammen, aber auch ohne diesen Betrieb wäre Dornbirn die Stadt mit der größten Wirtschaftskraft. Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Vor allem die zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik und eine dynamische Stadtentwicklung haben dazu geführt, dass die Konsolidierung des städtischen Haushalts erfolgreich war. Seit acht Jahren wird aus dem laufenden Betrieb ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Seit dem Jahr 2013 wird der Schuldenstand kontinuierlich abgebaut, mittlerweile um immerhin 13, Millionen Euro.“ Dieser Weg wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt: das Budget weist einen Überschuss von 1,44 Millionen Euro, einen weiteren Abbau der Schulden um fast eine Million Euro sowie einen Rekordwert an Investitionen in der Höhe von mehr als 38 Millionen Euro auf.

Dieses Geld wird vorwiegend in die regionale Wirtschaft fließen. Unter anderem werden damit verschiedene Hochbauprojekte beim Krankenhaus, bei der Volksschule und beim Kindergarten Haselstauden, bei der Stadtbücherei, der neuen Polizeiinspektion beim Bahnhof sowie bei der Errichtung neuer Wohngebäude in der Vorderen Achmühlerstraße, umgesetzt oder vorbereitet. Ein großer Teil wird auch in Brücken, Straßen und in den Kanalbau investiert und für laufende Instandhaltungen werden ebenfalls vorwiegend heimische Unternehmen Aufträge der Stadt Dornbirn erhalten. Für den Neubau der Stadtbücherei wird Dornbirn ein Darlehen aufnehmen, das jedoch in weiterer Folge von der Dornbirner Sparkasse bedient werden wird. Diese wichtige Bildungseinrichtung wird ja dankenswerterweise von der Sparkasse anlässlich ihres 150-Jahr-Jubiläums finanziert. Insofern müsst man bei genauer Rechnung die im kommenden Jahr anfallenden zwei Millionen Euro vom Schuldenstand abziehen.  

Erfreulich sind die Entwicklungen bei den Einnahmen: alleine aus der Kommunalsteuer – das sind die Zahlungen der Unternehmen, die sich an der Anzahl und Qualität der Arbeitsplätze orientieren – werden im kommenden Jahr Einnahmen in der Höhe von 23,70 Millionen Euro, beziehungsweise eine Erhöhung im rund +6,04 % erwartet. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass es den Dornbirner Betrieben gut geht und dass die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Stadt Früchte tragen. Gemäß den steigenden Bevölkerungszahlen und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung steigen auch die Ertragsanteile des Bundes um mehr als 4 Millionen Euro. „Die positive Entwicklung der beiden Betriebsgebiete Wallenmahd und Dornbirn Nord haben wir maßgeblich mitgesteuert. Im Rahmen unseres Flächenmanagements konnten wir wichtigen Unternehmen Flächen zur Verfügung stellen. Es zahlt sich aus, dass sich die Stadt selbst aktiv in diese Entwicklungen einbringt,“ ergänzt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Diese Budgetmittel sind wichtig, damit die Stadt auch vermehrt in die Lebensqualität der Dornbirnerinnen und Dornbirner investieren kann. Dazu gehören ein weiterer Ausbau im Familienbereich und bei der Kinderbetreuung, bei der Bildung, Sport, Jugend, Kultur und weiteren Gesellschaftsrelevanten Projekten und Einrichtungen wie etwa im Gesundheits- oder Sozialbereich.

Das Budget in Zahlen:
Einnahmen und Ausgaben 288.420.200,--
Ordentliche Einnahmen 250.430.000,--
Ordentliche Ausgaben 248.984.800,--
Freies Budget (Überschuss) 1.445.200,--
Gesamtverschuldung 137.770.100,--
Investitionen und Instandhaltungen 38.081.500,--
Eigene Steuern 29.604.700,--
Ertragsanteile 67.369.300,--