Befragung Hochwasserschutz: 370 Dornbirnerinnen und Dornbirner haben sich beteiligt

20.07.2018: Rund 10% der in möglichen Gefährdungsgebieten befragten rund 3.700 Dornbirnerinnen und Dornbirner haben sich an der Befragung zum Hochwasserschutz, die in den vergangenen Wochen durchgeführt wurde, beteiligt.

Übergabe Hauptpreis aus der Hochwasser-Befragung: vl Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann, Johann Hutter, MMag. Dr. Clemens Pfurtscheller

 „Für eine Befragung dieser Art ist dies ein hoher Wert und er zeigt, dass die Bevölkerung die Gefahren, die bei Hochwasserereignissen drohen, kennen. Für die Stadt sind die Ergebnisse wichtig, um auch zukünftig wirksam gemeinsam mit der Bevölkerung Vorsorge zu treffen,“ freut sich Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann über das große Interesse. Vor wenigen Tagen konnte die Bürgermeisterin auch den Hauptpreis, der im Umfeld der Befragung verlost wurde, an Herrn Johann Hutter überreichen. Er ist mit seinem Gewinn, einem Pumpenset, ab sofort noch besser vorbereitet.

Die Stadt Dornbirn hat in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte zum Schutz vor Hochwasserereignissen umgesetzt. Aktuell erfolgt heuer ein Bauprojekt zur Entlastung des Fischbach. Naturgefahren dieser Art sind nur schwer berechenbar – es ist wichtig, dass sich auch die Bevölkerung auf extreme Ereignisse vorbereitet. Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur in Wien, dem Joanneum Research in Graz sowie dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim führt die Stadt Dornbirn derzeit ein Projekt zur Stärkung der Eigenvorsorge bei Naturgefahren durch. Im Frühjahr haben deshalb die Haushalte entlang des Fischbachs und in Haselstauden einen Fragebogen erhalten, mit dem Informationen über den Wissensstand und die eigene Vorsorge erhoben werden sollten.

In den vergangenen Jahren haben sich die Extremereignisse in unserer Region verstärkt. Dazu kommt eine immer dichtere Versiegelung im Stadtgebiet durch eine dynamische Bautätigkeit. Die öffentliche Hand reagiert auf diese Entwicklung mit verschiedenen Maßnahmen beispielsweise Rückhaltebecken entlang der Bäche, dem Ausbau der Schutzmaßnahmen aber auch der Versickerung von Niederschlagswasser wo immer es möglich ist. Mit dem Forschungsprojekt „SHARED“ wollen die Projektpartner feststellen, wie es um das Bewusstsein der Bevölkerung zu diesem Thema aber auch um die Eigenvorsorge der Dornbirnerinnen und Dornbirner steht. Die Fragebogen wurden an ausgesuchte Adressen in Haselstauden und entlang des Fischbachs versendet. Die dabei erhobenen Daten werden anonymisiert ausgewertet und sollen wichtige Informationen für zukünftige Maßnahmen liefern.