Baumverpflanzung bei der Volksschule Haselstauden

09.03.2018: 18 Bäume werden am kommenden Montag bei der Volksschule Haselstauden ihren Standort wechseln. Wie bereits im Park bei der Stadtbücherei sollen die rund 15 Jahre alten Bäume gesichert werden. Die Bäume übersiedeln an den Müllerbach.

Derzeit laufen bei der Volksschule die Vorbereitungen für den Neubau. Im April erfolgen die Abbrucharbeiten. Die Kosten für das Großprojekt belaufen sich auf rund 12,5 Millionen Euro. Anfang 2020 soll die neue Volksschule bezugsfertig sein. Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Der Neubau der Volksschule Haselstauden ist ein weiteres wichtiges Projekt aus dem Schulraumkonzept. Die neue Schule wird pädagogisch an die heutigen Standards angepasst. Denn modernes Lernen geht besser an modernen Schulen.“

Der Umzug wird ähnlich wie bei den Bäumen bei der Stadtbücherei von einer Spezialfirma organisiert. Die Bäume werden von einer Spezialmaschine gemeinsam mit dem Wurzelballen ausgegraben und an anderer Stelle am Müllerbach neu eingesetzt. Bei der Volksschule erfolgen derzeit die Vorbereitungen für den Neubau. Im April wird jener Bauteil, der in den 1960iger Jahren errichtet wurde, abgerissen. Der Altbau aus dem 19. Jahrhundert und die Turnhalle bleiben bestehen. Der große abgesenkte Vorplatz – die neue Schularena – ermöglicht ein vollwertiges Untergeschoss mit direktem Zugang zum Schulhof und bietet sich für verschiedenste Outdoor-Aktivitäten an. Im Zuge des Neubaus werden auch die bestehenden Anlagen in der Turnhalle modernisiert.

„Die gesamte Schule wird außerdem in Sachen Energieeffizienz mittels durchgängiger LED-Beleuchtung, Wärmepumpe und einer Photovoltaik-Anlage auf den neuesten Stand gebracht. Auch gekühlt wird mittels Erdwärme - im besonders sparsamen Freecooling-Betrieb ohne Kältemaschine“, berichtet Hochbaustadtrat Walter Schönbeck. Indoor-Campus und Glasböden Im Vorfeld wurde von Vertretern der Schule und der Stadt ein „Pädagogisches Raumfunktionsbuch“ erarbeitet, in welchem die Anforderungen sowie Ideen zusammengefasst wurden. Denn offenes Lernen, individueller Förderbedarf und die verstärkte Nachfrage nach Mittagsbetreuung machen neue Raumkonzepte notwendig. Das Herzstück der neuen Volksschule Haselstauden bildet eine großzügige, zusammenhängende Lernlandschaft über drei Ebenen.

Hier sind Aula, Essbereich, Verwaltung, Nachmittagsbetreuung und ein Kreativbereich untergebracht, Schulstadtrat Werner Posch: „Dieser Indoor-Campus bietet Raum für Veranstaltungen und ist Treffpunkt für alle Schülerinnen und Schüler. Da immer mehr Kinder immer mehr Zeit in der Schule verbringen, sind gerade auch Räume zum Ausspannen und Wohlfühlen besonders wichtig.“ In Summe entstehen vier Lernreviere und ein Förderbereich auf drei Ebenen verteilt. Jedes Lernrevier wird über einen eigenen Zugang erschlossen und verfügt über einen eigenen Garderoben- und Sanitärbereich. In einem Lernrevier sind jeweils vier Klassenzimmer, ein Lehrerstützpunkt und ein Differenzierungsraum um einen offenen Marktplatz gruppiert. Ein regengeschützter Freibereich steht den Kindern zum „Luft-Schnappen“ zur Verfügung. Auch einige architektonische Raffinessen bietet die neue Volksschule Haselstauden. So erweitern große Dachsheds im Obergeschoss die Lernlandschaften in ihrer Höhe und sorgen zusätzlich für eine optimale, blendfreie Belichtung von Norden. Ein echter Hingucker werden die begehbaren Glasböden, die Tageslicht auch in die unteren Geschosse bringen und die Schule als Ganzheit erlebbar machen sollen.