An der Front des Lebens

04.06.2018: Zivildiener im Pflegeheim leisten eine wertvolle Arbeit. Sie betreuen die Bewohnerinnen und Bewohner und helfen bei der täglichen Arbeit des Pflegepersonals. Dass das Spaß machen kann, zeigt Maximilian Helbok. Der 20-jährige hat seinen Zivildienst im Dornbirner Pflegeheim Höchsterstraße absolviert und ist geblieben. Bis er dann im Herbst seine Ausbildung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger beginnt. „Das Arbeiten im Pflegeheim zeigt mir jeden Tag aufs Neue, dass der Beruf Pfleger für mich das Richtige ist.“ In den Gesundheitseinrichtungen der Stadt Dornbirn sind derzeit 14 Zivildiener beschäftigt. Sie übernehmen dabei unterschiedlichste Aufgaben wie die Betreuung älterer Menschen und werden im Hol- und Bringdienst eingesetzt. „Zivildiener sind eine wertvolle Stütze im Gesundheits- und Sozialsystem. Wir können mit unserem städtischen Krankenhaus und den zwei Pflegeheimen den Zivildienern sehr viele sinnvolle Einsatzmöglichkeiten in unserem Stadt bieten“, so Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Gruppenbild auf der Karrenkante.

Eine Runde mit der Rikscha.

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Ein Ausflug an den Karren oder wieder einmal Wind im Haar mit der Rikscha. Maximilian Helbok hat seine Berufung gefunden. „Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Bewohnerinnen und Bewohner individuell und personalisiert zu pflegen und zu unterstützen“, erklärt der 20-jährige mit einem Lachen, „durch Aktivitäten und Ausflüge kann ich jedes Mal aufs Neue eine bleibende Erinnerung gestalten.“ Eine Begeisterung, die wie ein Funke überspringt und bei dem der Genuss nicht zu kurz kommt. So wurde in Sulzberg zum Ausblick noch ein Stück Linzer-Torte serviert oder in der Stadt ein feines Eis genossen. Durch die gemeinsame Zeit lernt man die Bewohnerinnen und Bewohner immer besser kennen. Sie erzählen von ihren Familien, ihrer Arbeit, von Hobby, Krieg und Hunger. Es sind spannende, manchmal auch traurige oder lustige Episoden von Lebensgeschichten. Man lernt in jedem Dienst ein bisschen mehr über die Zeit, als man noch Sonntagskleidung trug. Durch die Arbeit lernt man, auf Menschen einzugehen, die nicht immer alles verstehen, was um sie passiert. Nahe am Menschen bedeutet dann, dass man die Senioren genau kennt und sie immer wieder an ihr altes Lebens erinnert. Weil das Orientierung und Halt gibt.

Sinnvolles Tun
14 Zivildiener sind aktuell in den Gesundheitsbetrieben der Stadt Dornbirn im Dienst. Zwölf davon in im städtischen Krankenhaus. „Die Zivildiener am Krankenhaus Dornbirn bereichern und erleichtern den Arbeitsalltag für das Stammpersonal und werden mit abwechslungsreichen und spannenden Aufgaben betraut. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, Freude an der Arbeit in einem Krankenhaus zu haben und gerne sowie respektvoll mit Menschen zu arbeiten“, so Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp. Dabei sind die jungen Männer in verschiedenen Bereichen tätig: Auf der Station, in der Material- und Hauswirtschaft und im Fahrdienst.