Hilfe für Roma in Rumänien

Spendenkonto: „Hilfe für Roma in Rumänien“  
IBAN: AT92 2060 2000 0032 8278
BIC: DOSPAT2DXXX
Dornbirner Sparkasse

Der Dornbirner Stadtrat hat die Bereitstellung von Geldmitteln für das Sozialprojekt Concordia in Rumänien beschlossen. 5.000 Euro werden für die Verbesserung der Lebenssituation von extrem armutsgefährdeten Menschen (darunter viele Roma) in Ploiesti als Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Die Geldmittel werden in ein Spendenkonto mit der Bezeichnung „Hilfe für Roma in Rumänien“ eingezahlt. Spenden aus der Bevölkerung sollen die zur Verfügung stehenden Fördermittel erweitern. Die in dieser Sitzung anwesenden Mitglieder des Stadtrates sprachen sich einmütig dafür aus, dass diese Spenden sinnvoller sind, als Almosen für die Roma-Familien, die sich derzeit vor Ort aufhalten. Einhellig war der Stadtrat auch der Meinung, dass diese Maßnahme sinnvoller ist, als temporär Infrastruktur und Unterkünfte zur Verfügung zu stellen.

Die Situation der Roma-Familien aus Rumänien zeigte sich zuletzt bei der aus Sicherheits- und humanitären Gründen notwendigen Räumung eines Lagers neben dem Bahndamm in Dornbirn. Als soziale Nothilfe wurden über die Kinder- und Jugendhilfe der Bezirkshauptmannschaft den Frauen mit Kindern Notschlafstellen angeboten. Bereits im Vorfeld wurde den Roma-Familien immer wieder kommuniziert, dass keine Unterkunft und Versorgung gestellt werden können. Als Unions-Bürger mit Wohnsitz in Rumänien haben die Familien keinen Anspruch auf Sozialleistungen in einem anderen EU-Staat. Vom Land wurde den Familien eine Rückreisemöglichkeit in Aussicht gestellt. Im Dornbirner Stadtrat wurde diese Haltung der Stadt im Rahmen der jüngsten Sitzung von allen anwesenden Mitgliedern bestätigt.  

Schutz der Kinder im Vordergrund  
Der Dornbirner Stadtrat hat sich auch einhellig für eine Verschärfung des Schutzes von Kindern ausgesprochen und unterstützt eine Initiative zur Änderung des Landessicherheitsgesetzes, die ein Bettelverbot mit Kindern vorsieht. Weiters wird gefordert, dass die Kinder- und Jugendhilfe beim Schutz der Romakinder dieselben Maßstäbe anwendet, wie bei allen anderen Kindern und auch klar einschreitet, wenn bei Temperaturen um die Gefriergrenze Kinder in Zelten untergebracht sind. Die Kinder- und Jugendhilfe hat damit auch die Verantwortung für diese Kinder übernommen. Befürwortet wird auch die Ausarbeitung eines Bettelverbots während der Marktzeiten sowie eine Campingverordnung.  

Problem kann nicht hier gelöst werden  
Mit dem Beschluss des Dornbirner Stadtrats, für das Sozialprojekt Concordia in Rumänien ein Spendenkonto einzurichten, stellt die Stadt klar, dass soziale Hilfe für die Gruppe der Roma in erster Linie dort notwendig ist, wo diese Menschen leben. Über Anregung von Sozialstadträtin Marie-Louise Hinterauer, die seit vielen Jahren in der Rumänienhilfe aktiv und bereits mehrfach mit Hilfsgütern nach Rumänien gefahren ist, wurden erste Recherchen über Hilfsprojekte in der Umgebung der Wohnsitze eingeholt. Die beiden Gruppen, die derzeit in Dornbirn sind, stammen vorwiegend aus vier Städten in Rumänien: Buzau, Ploiesti, Sibiu und Brasov. Diese Städte liegen im Bereich nördlich der Landeshauptstadt Bukarest.  
Ploiesti – rund 210.000 Einwohner: http://de.wikipedia.org/wiki/Ploie%C8%99ti
Brasov – rund 250.000 Einwohner: http://de.wikipedia.org/wiki/Bra%C8%99ov
Sibiu -  rund 150.000 Einwohner: http://de.wikipedia.org/wiki/Hermannstadt
Buzau – rund 150.000 Einwohner: http://de.wikipedia.org/wiki/Buz%C4%83u    

Die Caritas ist in Bukarest vertreten. Weitere Projekte werden derzeit unter anderem auch über die österreichische Botschaft in Bukarest recherchiert. Angesichts des nahenden Winters und der Brisanz der Lage der Roma in Vorarlberg ist rasche Hilfe vor Ort in Rumänien notwendig. Der Stadtrat war einhellig der Meinung, dass nicht die Roma-Gruppen in Dornbirn, sondern Projekte in ihrer Heimat unterstützt werden sollen. Dies wird in den kommenden Wochen auch der Dornbirner Bevölkerung kommuniziert. Die Almosen, die bisher in die Becher der Bettlerinnen und Bettler fließen, können damit auf ein neu eingerichtetes Spendenkonto mit der Bezeichnung „Hilfe für Roma in Rumänien“ eingezahlt werden. Mit den Spenden auf das neue Spendenkonto wird das Sozialprojekt Concordia unterstützt, die den Roma-Familien in Ploiesti vor Ort helfen.       

Anfrage bei der österreichischen Botschaft in Bukarest – Herkunftsstädte der Roma nicht vom Hochwasser betroffen  
Mit einer Anfrage der Stadt Dornbirn bei der österreichischen Botschaft in Bukarest in der vergangenen Woche sollte zudem festgestellt werden, wie die Roma-Gruppen in ihren Herkunftsstädten leben und ob, wie von diesen behauptet, Hochwasserereignisse ihre Häuser zerstört haben. Die Antwort erreichte die Stadt Dornbirn heute. Die Städte Buzau, Ploiesti, Sibiu und Brasov waren in den vergangenen Jahren nicht vom Hochwasser betroffen. Derzeit laufen weitere Recherchen zu sozialen Projekten, die aus dem neuen Spendenkonto mitfinanziert werden können.    

Hofer Georg
Amt der Stadt Dornbirn
Soziales, Pflege und Senioren
Rathausplatz 2
6850 Dornbirn
Telefon: +43 5572 306 3301
Fax: +43 5572 306 3038
E-Mail: soziales(at)dornbirn.at 3300.001

Gunz Andreas
Amt der Stadt Dornbirn
Soziales, Pflege und Senioren
Rathausplatz 2
6850 Dornbirn
Telefon: +43 5572 306 3300
Fax: +43 5572 306 3038
E-Mail: soziales(at)dornbirn.at 3300.000

Mag. Sandholzer-Hämmerle Sabine
Amt der Stadt Dornbirn
Recht und öffentliche Sicherheit
Rathausplatz 2
6850 Dornbirn
Telefon: +43 5572 306 2100
Fax: +43 5572 306 2008
E-Mail: recht(at)dornbirn.at 2100.000