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e5-Event-2018: Stadt Dornbirn
e5-Event-2018: Stadt Dornbirn, © Matthias Rhomberg
e5-Event-2018: Stadt Dornbirn
e5-Event-2018: Stadt Dornbirn, © Matthias Rhomberg

Energieautononie

Energieautononie

Dornbirn war landesweit die erste Stadt, die im Rahmen des europaweiten Programms "e5" mit der höchsten Auszeichnung, dem "Energy Award gold" ausgezeichnet wurde. Grundlage ist das Umwelt- und Energieprogramm der Stadt sowie dessen konsequente Umsetzung. Als e5-Gemeinde engagiert sich die Stadt bereits seit mehreren Jahren im Bereich Energieeffizienz.

Maßnahmen zur Energieautonomie

Dazu gehören verbindliche Beschlüsse städtischer Gremien, mit denen die Ziele klar festgelegt werden. Beispielsweise ein Beschluss des Stadtrats, der festlegt, dass bis zum Jahr 2020 rund 85% der in städtischen Gebäuden benötigten Heizenergie aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen ist. Derzeit sind es immerhin rund 75%. Ein weiterer Beschluss legte fest, dass bis 2020 der Strombedarf der städtischen Gebäude und Anlagen um 10% gegenüber 2013 gesenkt werden soll. Erreicht werden sollen diese Ziele mit konkreten Maßnahmen, die bereits in Planung sind und in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Diesen Zielsetzungen liegen konkrete Projekte zugrunde: wie beispielsweise ein möglichst umfassender Anschluss öffentlicher Gebäude an Biomasse-Heizwerke. Die Potentiale für noch mehr Energieeffizienz wurden in einem eigenen Energieprogramm erhoben. Aus diesem Programm wurden konkrete Handlungsfelder und Maßnahmen für die Umsetzung entwickelt. Diese werden jährlich überprüft, adaptiert und – das ist der Kern des gesamten Konzepts – auch konsequent umgesetzt.

Durch den Ankauf der Bundesforste, dem Bau von Lagerhallen sowie die Errichtung eines eigenen Holzheizwerks beim Werkhof wird die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern Schritt für Schritt reduziert. Neben den städtischen Anlagen gibt es in Dornbirn auch mehrere große private Biomasse-Heizwerkbetreiber. Auch an deren Netze sind öffentliche Gebäude der Stadt, des Landes und des Bundes angeschlossen. Ein weiterer klimaneutraler Energieträger ist Biogas. Seit dem Jahr 2015 werden beispielsweise alle Kindergärten mit Bio-Gas versorgt. Bei der Stromversorgung liefern die zwei Kleinwasserkraftwerke der Stadt entlang des Müllerbachs (inatura, Forach) Ökostrom. Dort, wo es möglich ist, versorgen Photovoltaikanlagen auf den Dächern städtischer Gebäude für umweltfreundlichen Sonnenstrom. Die Finanzierung von Ökostromkraftwerken erfolgt über einen eigenen Ökostromfonds – eine Studie, in der die Dachflächen der öffentlichen Gebäude auf deren Potential für Ökostrom-Kraftwerke untersucht wurde, zeigt weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Insgesamt erzeugt die Stadt rund 700 MWh eigenen Ökostrom.

e5-Progamm für energieeffiziente Gemeinden

Die Stadt Dornbirn beteiligt sich seit dem Jahre 2002 am landesweiten "e5" Programm. Im Rahmen des e5-Programmes werden in den Bereichen Energie, Mobilität, Wasser und Abfall jährlich Kennzahlen erhoben. Bei der Zertifizierung im November 2018 erhielt Dornbirn mit fünf "e" erneut die höchste Auszeichnung des e5-Programms für energieeffiziente Gemeinden. Das bedeutet, dass die Stadt in allen Bereichen absoluten Vorbildcharakter hat. Weitere Informationen zum landesweiten Programm finden Sie hier.

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