Entlastungsstollen Zanzenberg: Bauarbeiten beginnen am 16. April

Es ist eines der größten Bauprojekte zum Hochwasserschutz, das in Dornbirn in den vergangenen Jahrzehnten umgesetzt wurde: der „Zanzenbergstollen“ vom Steinebach unterhalb des Zanzenbergs bis zur Dornbirner Ache. Mit dieser Ableitung wird die Hochwassersicherheit im Unterlauf des Steinbaches und vor allem entlang des Fischbaches und im Schwefel erheblich verbessert. Ab 16. April erfolgt der Aushub für die Startgrube. Ab diesem Zeitpunkt wird eine Sperre der Vorderen-Achmühler-Straße im Bereich der Kreuzung mit der Gechelbachgasse für den Durchzugsverkehr notwendig. Die Sperre wird voraussichtlich bis August 2019 erforderlich sein. Die Durchfahrt an dieser Kreuzung ist dann nicht mehr möglich – der Anrainerverkehr ist gestattet.

Die Arbeiten am Tunnel erfolgen direkt am Fuß des Zanzenbergs an der Kreuzung Vordere-Achmühler-Straße und der Gechelbachgasse. Bereits im Vorjahr konnte die Stadt ein Grundstück für den Austritt des Stollens erwerben. Der den Stollen fortsetzende Kanal bis zur Dornbirner Ache wird später in offener Bauweise erfolgen. Da für dieses Bauvorhaben schweres Gerät und eine umfangreiche Ausrüstung notwendig ist, musste ein größerer Bereich für die Baustelleneinrichtung gefunden werden. Diese wird beim Spielplatz neben der Minigolfanlage situiert. Die Anrainerinnen und Anrainer werden laufend über den Baufortschritt informiert. Vor Ort stehen Ihnen Mitarbeiter der Baufirmen sowie der Stadt Dornbirn für weitere Informationen zur Verfügung.

Sperre Vordere-Achmühler-Straße
Die Vordere-Achmühler-Straße ist ab 16. April zwischen der Gechelbachgasse und der Einmündung Weißachergasse gesperrt. Der Fußgängerverkehr auf der Vordere-Achmühle-Straße wird sicher an der Baustelle vorbeigeführt. Der Fußgängerverkehr auf der Gechelbachgasse wird umgeleitet. Der Fußweg auf den Zanzenberg wird für den Zeitraum der Arbeiten vergelegt. Ein großräumig angelegtes Umleitungskonzept wird beschildert. Die Sperre dauert voraussichtlich bis August 2019. Sofern es die Bauabwicklung erlaubt, wird vorübergehend die Sperre aufgehoben. Die Durchfahrt ist nicht möglich, Anrainer dürfen zufahren. Ausweichen ist zum Beispiel über die Gütlestraße möglich.

Zum Projekt „Zanzenbergstollen“
Die Hochwassersicherheit für den Fischbach soll mit einem unterirdisch geführten Stollen unterhalb des Zanzenbergs, der das Wasser vom Steinebach direkt in die Dornbirner Ache leiten kann, verbessert werden. Das Projekt wurde in den vergangenen Jahren intensiv diskutiert und vorbereitet. Die Arbeiten sollen großteils heuer durchgeführt werden. Nach dem Bau von Schutzprojekten am Fallbach und Sanierungen im Bereich der Dornbirner Ache ist der Entlastungsstollen ein weiteres wichtiges Projekt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Dornbirn. Gerade die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass solche Projekte zukünftige Hochwassereignisse wesentlich entschärfen können. Insgesamt investieren der Bund, das Land und die Stadt Dornbirn rund 6,4 Millionen Euro in dieses wichtige Projekt.

Dass der Siedlungsraum von Dornbirn im Einzugsbereich eines großen Entwässerungsgebiets liegt, zeigen unter anderem die mitunter raschen Schwankungen des Wasserstands in der Dornbirner Ache. Weite Teile des Dornbirner Hinterlandes werden über die Ache sowie verschiedene Bachläufe im Stadtgebiet entwässert. Immer wieder kam es dabei im Unterlauf des Fischbachs zu Überflutungen. In den vergangenen Jahren wurden im Bereich des Steinebachs, der ab der Querung mit der Kehlerstraße zum Fischbach wird, bereits Projekte zur Verbesserung des Hochwasserschutzes umgesetzt. Für die Entlastung des Fischbach ist es notwendig, bei einem größeren Hochwasserereignis, die Wassermenge zu reduzieren. Umfangreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass dies am besten durch einen Entlastungsstollen, der das Wasser unterhalb des Zanzenbergs direkt in die Dornbirner Ache leitet, bewirkt werden kann.

In den vergangenen Jahren wurden dazu gemeinsam mit dem Land sowie der Wildbach- und Lawinenverbauung mögliche Alternativen untersucht. Insgesamt wurden vier Varianten geprüft, Vermessungsarbeiten durchgeführt und erste Erkundungsbohrungen in Auftrag gegeben. Verschiedene Berechnungen haben gezeigt, dass der geplante Entlastungsstollen ökologisch und wirtschaftlich die beste Lösung darstellt. Die Realisierung würde von Bund, Land und der Stadt Dornbirn finanziert. Die geplante Hochwasserschutzmaßnahme sieht vor, im Hochwasserfall bis zu 20 m3/s mittels eines „Tiroler Wehrs“ aus dem Steinebach einzuziehen und über einen Entlastungsstollen in die Dornbirner Ach überzuleiten. Die hydraulische Entlastung führt damit zu einer Reduktion der Hochwasserwelle im Fischbach und zu einer deutlichen Verbesserung der derzeitigen Abflusssituation durch das Gemeindegebiet von Dornbirn. Die Entlastungsleitung verläuft von einem Fassungsbauwerk im Steinebach bis zur Einleitung in die Dornbirner Ach unterhalb der Achmühler Brücke in einer Unterflurtrasse.

Die Herstellung der Entlastungsleitung erfolgt in zwei Abschnitten. Zum einen ist wegen der Tiefenlage der Leitung eine 470 m lange Bohrung durch den Geländerücken des Zanzenbergs vorgesehen und zum anderen erfolgt die Verlegung im Straßenbereich in einer rund 200 m langen offenen Baugrube. Eingebaut werden Stahlbetonrohre mit einem Innendurchmesser von 2000 mm. Die Bohrung der Entlastungsleitung erfolgt mittels eines grabenlosen Rohrvortriebsverfahrens von der Startgrube aus bis zum Fassungsbauwerk. Es wird das Microtunnelingverfahren angewendet, da dies eine erschütterungsarme Bohrung ermöglicht und bei diesem Durchmesser am wirtschaftlichsten ist. Dieser rund 470 m lange Abschnitt weist eine Neigung von rund 89,4 ‰ auf. Die Entlastungsleitung in der offenen Bauweise beginnt am Fuße des Zanzenbergs bei der Kreuzung Vordere Achmühlerstraße/Gechelbachgasse und verläuft von dort entlang der Gemeindestraße und mündet bei km 15,90 unterhalb der Achmühlerbrücke in die Dornbirner Ach. Dieser Abschnitt hat eine Länge von 196 m und weist eine Neigung von 4,0 ‰ bis 11,1 ‰ auf.

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