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drei junge Menschen lachend und springend
drei junge Menschen lachend und springend, © Zachary Nelson
drei junge Menschen lachend und springend
drei junge Menschen lachend und springend, © Zachary Nelson

Studien

Studien

Für eine erfolgreiche Jugendarbeit werden regelmäßig verschieden Studien mit den Jugendlichen durchgeführt. Diese dienen als Grundlage für zahlreiche Projekte der Stadt Dornbirn.

Jugendrahmenplanung

Die Jugendrahmenplanung stammt aus dem Jahr 1992 und bildet die Grundlage der konsequenten und nachhaltigen Jugendarbeit der Stadt Dornbirn. In verschiedenen Folgestudien wurde die Rahmenplanung laufend angepasst.
Die damals stark veränderte gesellschaftliche Situation und die immer massiver an das Gemeinwesen gestellten Anforderungen hatten eine Aufarbeitung der Jugendsituation und der geleisteten außerschulischen Jugendarbeit in Dornbirn zur Folge. Im „Jugendbericht 1990“ des Stadtjugendreferates von Dornbirn wurde in der Auflistung der Schwerpunkte die „Entwicklung eines Jugendplanes“ für Dornbirn als Standortbestimmung und Wegweisung für die Jugendpolitik angeregt. Die verschiedenen Situationen, Schwierigkeiten und Erfahrungen, die unterschiedlichsten Vorstellungen von Jugendarbeit in der Öffentlichkeit und bei Verantwortlichaen in der Jugendarbeit hatte letztlich dazu geführt, dass der Stadtrat im Herbst 1991 einer Projektgruppe den Auftrag gegeben hat, die gemachten Erfahrungen und Diskussionen zusammenzutragen und zu reflektieren. Daraus sollte ein Grundlagenpapier entstehen, als Leitlinie für die Entwicklung der „verbandlichen und offenen Jugendarbeit“ in Dornbirn und als Entscheidungsgrundlage für die kommunale Jugendpolitik.  

Jugendstudie 2001

Bereits im Jahr 1992 war Dornbirn eine der ersten Gemeinde in Vorarlberg, die eine konkrete Rahmenplanung zur Weiterentwicklung der offenen und verbandlichen Jugendarbeit beschlossen hat. In den darauffolgenden Jahren wurden zahlreiche Projekte für Dornbirner Jugendliche umgesetzt, zum Beispiel ein neues Jugendhaus in der Schlachthausstraße, der Ausbau der Proberäume für engagierte und talentierte Jungmusiker, die Förderung der offenen und verbandlichen Jugendarbeit, die Entwicklung von Jugendbeteiligungsmodellen wie das Klassensprechertreffen, Arbeits- und Beschäftigungsprojekte für langzeitarbeitslose Jugendliche, eine Skatehalle im Messegelände, die Gründung des Stadtjugendbeirates, freie Sportangebote, die Erweiterung des „aha“ Jugendinformationszentrums, der Jugendinfokalender, der Jugendzeltlagerplatz auf dem Zanzenberg, das Jugend- und Sportheim im Ebnit und vieles mehr.
Unter Einbeziehung von Jugendlichen, ehren- und hauptamtlichen Leiterinnen und Leitern von Dornbirner Jugendorganisationen und dem Jugendausschuss wurde 2001 eine neue Jugendstudie erstellt. Die Stadt Dornbirn beauftragte das Österreichische Institut für Jugendforschung mit der wissenschaftlichen Begleitung.

Evaluation der Jugendstudie 2013

Nach der Jugendrahmenplanung im Jahr 1992 und der Jugendstudie im Jahr 2001 wurde die Jugendarbeit der Stadt Dornbirn neu evaluiert.

Auf Anregung des Jugendausschusses wurde 2011 vorgesehen, die vorhandene Jugendstudie neu zu evaluieren. Es machte keinen Sinn eine eigene neue Jugendstudie erstellen zu lassen, da in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Raum viele neue wegweisende Jugendstudien veröffentlicht wurden. Die Idee wurde geboren, wissenschaftlich fundiert eine Sekundäranalyse dieser vielfältigen Jugendstudien erstellen zu lassen. Die Ergebnisse wurden mit den wesentlichen Stakeholdern der Dornbirner Jugendarbeit abgeglichen und ergänzt. Das Dornbirner Jugendnetzwerk ist eng in die Ausarbeitung der Ergebnisse einbezogen. Die FH Vorarlberg war ein geeigneter wissenschaftlicher Ort für diese Sekundäranalyse. Die wissenschaftliche Leitung übernahm Hochschullehrer Prof. PD Dr. Wolfgang Walter.

Studie "Demokratie lernen"

Die Beteiligung junger Menschen an der Entwicklung der Stadt ist ein wesentlicher Teil der umfassenden Dornbirner Jugendarbeit. Dieses Bekenntnis zur Partizipation von Jugendlichen an der Stadtentwicklung wurde bereits in der Jugendrahmenplanung zur Weiterentwicklung der verbandlichen und offenen Jugendarbeit im Oktober 1992 festgehalten. Vielfältige Projekte wurden seither umgesetzt. 

Im Rahmen einer Masterthesis haben die Studienautoren Elmar Luger und Christian Weiskopf rund 850 Jugendliche (von rund 1.350) der 8. und 9. Schulstufe aller Dornbirner Schultypen (VMS, PTS, Fachschule für wirtschaftliche Berufe, SPZ, BORG Schoren, BG Dornbirn, Sportgymnasium, HTL) im Juni 2012 zu Themen wie Demokratieverständnis, Veränderungsbereitschaft, Einbindung in Vereinen sowie Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Schule und am Wohnort befragt. Davon waren in etwa 50 % in Dornbirn (rund 48.000 Einwohner) und 50 % der Jugendlichen in der Region Rheintal (rund 237.000 Einwohner) wohnhaft. Jeder fünfte Jugendliche gab an, dass er oder sie eine nicht-deutsche Muttersprache habe. 55 % der befragten Jugendlichen waren männlich, 45 % weiblich. Die Stichprobe spiegelt in allen Bereichen die Grundgesamtheit wider.

Bereits die Erarbeitung war eine beispielhafte Kooperation zwischen „Schule – Stadt – Jugend“: Die Klassensprecher wurden in einem Workshop detailliert befragt – das Besondere an dieser Studie: Im Rahmen einer „peer to peer“ Befragung füllten die Schülerinnen und Schüler auf Anleitung ihres Klassensprechers den Fragebogen selbständig in der Schule aus.

Die Studie führte zu interessanten Ergebnissen. Auf der linken Seite können Sie eine Zusammenfassung und Auszüge des Tabellenbandes downloaden.

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