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hr-Sinfonieorchester im Kulturhaus.
hr-Sinfonieorchester im Kulturhaus., © Stadt Dornbirn
hr-Sinfonieorchester im Kulturhaus.
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Dornbirn Klassik 2022/23

Dornbirn Klassik 2022/23

Im vergangenen Jahr würfelte die Pandemie die „Dornbirn Klassik“ Abonnementkonzerte ordentlich durcheinander. Wir alle mussten viel Ausdauer und Flexibilität aufbringen. Doch gleichzeitig haben während diesen turbulenten Zeiten wohl viele Musikbegeisterte erfahren, wie wichtig gemeinsame Konzerterlebnisse für Geist und Seele sind. Das aktuelle Programm bietet abwechslungsreiche Hörerfahrungen und Werkkombinationen, die so wahrscheinlich noch nie zu erleben waren.

  • Aaron Pilsan - 13. Oktober 2022

    Aaron Pilsan, Klavierrecital

    Der Dornbirner Pianist Aaron Pilsan hat mittlerweile eine große Karriere gestartet. Mit einem Klavierrecital eröffnet er das aktuelle Jahresprogramm und illustriert mit der abwechslungsreichen Werkauswahl seinen großen musikalischen Radius.

    Werke:

    • Bach-Brahms, Chaconne aus der Partita Nr. 2, d-Moll, Bearbeitung für die linke Hand 
    • George Enescu, Suite Nr. 3, op. 18 
    • Robert Schumann, Symphonische Etüden, op. 13
    • Franz Liszt, Transcendental Étude Nr. 8, "Wilde Jagd"
    • Franz Liszt, Transcendental Étude Nr. 10, "Appassionata"

    Der Pianist Aaron Pilsan hat bereits eine viel beachtete Karriere gestartet. Das einflussreiche deutsche Magazin „Fono Forum“ kürte ihn zum besten Nachwuchskünstler des Jahres 2011. Im Jahr 2014 wurde der Dornbirner in die „Rising Stars“ Reihe der „European Concert Hall Organization“ (ECHO) aufgenommen. Einladungen in die renommiertesten Konzertsäle Europas folgten. Vor zwei Jahren publizierte Aaron Pilsan das Album „Das wohltemperierte Klavier I“. Die Einspielung fand viel positive Resonanz. So hob unter anderem die Musikjournalistin Julia Spinola hervor, Aaron Pilsan strahle Freude am Klang, an der Musik, an der Vielfalt verschiedenster Stimmungen und Affektlagen aus.

    Aaron Pilsan
    Aaron Pilsan, © Harald Hoffmann
  • Brodsky Quartet - 3. November 2022

    Brodsky Quartet feiert seinen 50. Geburtstag

    Das „Brodsky Quartet“ feiert seinen 50. Geburtstag gemeinsam mit dem Bariton Sir Willard White. Der in Jamaika geborene Sänger ist einer der größten Entertainer unserer Zeit und findet auf den Bühnen der großen Opernhäuser viel Anerkennung. Gemeinsam mit den „Brodskys“ wird der Sänger mit Klassikern von Aaron Copland, Ausschnitten aus George Gershwins „Porgy and Bess“, Folksongs und allseits bekannten Hits wie „My Way“ in die musikalische Welt der großen Emotionen führen.

    Brodsky Quartet
    Sir Willard White, Bass-Bariton


    50th Anniversary Tour

    Werke von:

    • Aaron Copland, Maurice Ravel, Samuel Barber, Benjamin Britten und Jules Massenet
    • Auszüge aus George Gershwins Porgy & Bess
    • Songs wie P.S. I Love You, They Didn’t Believe Me, Close to You und My Way
    • Traditionals
       

    Das 50-jährige Gründungsjubiläum nimmt das Brodsky Quartet aus Großbritannien zum Anlass, um das legendäre „Hollywood String Quartet“ und dessen Zusammenarbeit mit Frank Sinatra sowie das Album „Close to You“ aus dem Jahr 1957 zu würdigen.

    "Sie können sich vorstellen, wie sehr wir uns gefreut haben, als der legendäre Sir Willard White sich bereit erklärt hat, zu uns zu kommen, nicht um Ol‘Blue Eyes, Frank Sinatra, zu imitieren, sondern um einen Spaziergang durch das „American Songbook“ zu machen. Wir hatten so viel Spaß bei der Zusammenstellung dieser inspirierenden Sammlung von Songs (in neuen Arrangements von Paul Cassidy) und können es kaum erwarten, sie mit Ihnen zu teilen.“

    Der in Jamaika geborene Bassist Sir Willard White ist einer der großen musikalischen Entertainer unserer Zeit, der bei der Interpretation von Songbook-Standards ebenso glänzt wie auf den Bühnen der großen Opernhäuser der Welt. Besonders hervorgehoben werden seine Bühnenpräsenz und Ausstrahlung sowie das warme Timbre seiner Stimme.

     

    Sir Willard White H'gate Concert
    Sir Willard White H'gate Concert, © Sir Willard White
  • lautten compagney BERLIN - 23. November 2022

    Wolfgang Katschner, Leitung

    Asya Fateyeva, Saxofon

    Werke:

    • Time Travel - Werke von Henry Purcell und den Beatles
    • Werke aus Henry Purcells Opern The Fairy Queen, Dido & Aenaes und King Arthur
    • Songs aus den Beatles-Alben, Help!, Rubber Soul, White Album, Revolver und Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band

    „Wenn der Rhythmus so leichtfüßig wird, dass die Musik zu swingen beginnt, wirkt das Alte ganz nah. Aber zugleich berührt uns über die Jahrhunderte hinweg mit all dem Ernst jener Zeit ein Klang, dessen Wärme und Liebe, dessen Weisheit und Menschlichkeit uns trägt und bereichert.“ Diese Qualitäten erlebten die Konzertbesucher:innen in Dornbirn bereits mit der lautten compagney BERLIN. Beeindruckend sind die Verbindungen, die das Ensemble quer über die Musikgeschichte und die musikalischen Genres zieht und dabei ganz neue Facetten einzelner Werke zum Leuchten bringt. In „Time Travel“ kommen sich Werke von Henry Purcell und den „Beatles“ ganz nah.

    Im Jahr 1984 gründete der Lautenist Wolfgang Katschner die „lautten compagney BERLIN“ und widmet seither dem Ensemble als Musiker, Organisator und Forscher einen Gutteil seiner künstlerischen Schaffenskraft. Auf zahlreichen CD-Einspielungen präsentiert sich der Musiker als Grenzgänger zwischen musikalischen Welten und findet damit viel Beachtung. Seit einigen Jahren tritt Wolfgang Katschner auch erfolgreich als Gastdirigent an deutschen Opernhäusern auf. Überdies engagiert er sich als Gastprofessor in Mainz, Weimar und Hongkong für den musikalischen Nachwuchs.

    „Asya Fateyeva ist ein Ausnahmetalent und überzeugt mit ihrem warmen, eleganten Spiel“, lobte der Musikwissenschaftler Hermann Rauhe im Rahmen der Zuerkennung des Berenberger Kulturpreises 2015 die Saxofonistin. Ihre Ausbildung vereint die russische Tradition des seelenvollen Musizierens mit der klassischen Schule des französischen Saxofon-Spiels. Als erste Frau erreichte die auf der Krim geborene Musikerin im Jahr 2014 das Finale des Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs in Belgien und erspielte sich den 3. Platz.

    lautten compagney Berlin 2021
    lautten compagney Berlin 2021, © Ludwig Olah
  • Sol Gabetta & Kristian Bezuidenhout - 2. Februar 2023

    Sol Gabetta & Kristian Bezuidenhout

    Einen fulminanten Kammermusikabend geben Sol Gabetta, die wohl berühmteste Cellistin der Gegenwart, und Kristian Bezuidenhout. Der Pianofortespieler, Cembalist und Pianist gilt als Spezialist für historische Tasteninstrumente und Aufführungspraxis. Gemeinsam zeigen sie mit zwei Beethoven-Sonaten und der Grande Sonate von Ferdinand Ries musikalische Beziehungen zwischen dem Meister und seinem Schüler, Privatsekretär und Biografen auf.

    Sol Gabetta, Violoncello
    Kristian Bezuidenhout, Fortepiano


    Werke:

    • Ludwig van Beethoven, Sonate für Violoncello und Klavier, F-Dur, op. 5/1
    • Ferdinand Ries, Grande Sonate für Violoncello und Klavier, g-Moll, op. 125
    • Ludwig van Beethoven, Sonate für Violoncello und Klavier, D-Dur, op. 102/2
       

    Die Schweizer Cellistin Sol Gabetta ist ein viel beachteter Weltstar. Ihre Spielart sei sanft, weich und verkörpere pure Eleganz und Anmut, wurde in Kritiken immer wieder betont. Dahinter steckt auch sehr viel Arbeit, denn von Spontanität auf der Bühne hält die Cellistin wenig. Für ihre herausragenden künstlerische Tätigkeiten wurde Sol Gabetta vielfach ausgezeichnet. Im Jahr 2019 erhielt sie für ihre Interpretation des Schumann Cellokonzertes den OPUS Award, in den Jahren zuvor wurden ihr fünf ECHO Awards zuerkannt.

    Kristian Bezuidenhout sei vielleicht der einzige Solist, der das Hammerklavier mit der inneren Haltung eines Ausdrucksmusikers in der Tradition der Romantik spielt und dabei so transparent musiziert, dass der aufmerksame Zuhörer wirklich alles in der Musik wahrnehmen könne, schrieb der Musikjournalist Reinald Hanke über den australischen Cembalisten, Fortepiano-Spieler und Pianisten mit südafrikanischen Wurzeln. Als Experte der historischen Aufführungspraxis wird der Pianist weltweit geschätzt.

     

     

    Sol Gabetta 2017
    Sol Gabetta 2017, © Julia Wesely
  • Stuttgarter Kammerorchester - 27. März 2023

    Thomas Zehetmair, Leitung

    Pierre-Laurent Aimard, Klavier

    Werke:

    • Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie Nr. 1, Es- Dur, KV 16
    • Wolfgang Amadeus Mozart, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 27, B-Dur, KV 595
    • Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie Nr. 41, C-Dur, KV 551, „Jupitersinfonie“

    Das Stuttgarter Kammerorchester begeistert seit über 75 Jahren durch seine unkonventionelle Verbindung von Tradition und Entdeckergeist. Unter der Leitung des Chefdirigenten Thomas Zehetmair und Jörg Widmann als künstlerischen Partner pflegen die siebzehn Orchestermusiker:innen das klassische Streichorchesterrepertoire. Immer wieder setzen sie auch neue klangliche und programmatische Maßstäbe mit Auftragswerken und genreübergreifenden Projekten, bei denen sie Jazz und Elektronische Musik mit einbeziehen.

    Der Geiger Thomas Zehetmair leitet das Stuttgarter Kammerorchester als Chefdirigent seit drei Jahren, diese Position hat er zudem beim Musikkollegium Winterthur inne.

    Der Starpianist Pierre-Laurent Aimard aus Lyon wurde mit zwölf Jahren von Olivier Messiaen entdeckt. Er arbeitete mit zeitgenössischen Komponisten wie Boulez, Stockhausen oder Ligeti zusammen. Doch auch seine Interpretationen von Werken Bachs, Mozarts oder Beethovens besitzen weltweit Referenzstatus.

    Stuttgarter Kammerorchester
    Stuttgarter Kammerorchester, © Wolfgang Schmidt Ammerbuch
  • Orchestra della Svizzera italiana - 7. Mai 2023

    Markus Poschner, Dirigent

    Avi Avital, Mandoline

    Werke:

    • Antonio Vivaldi, Konzert für Mandoline und Orchester, D-Dur, RV 93
    • Giovanni Sollima, Concerto per mandolino e orchestra, 2019
    • Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 5, c-Moll, op. 67

    Bei seinem letzten Auftritt vor drei Jahren wurde das „Orchestra della Svizzera italiana“ mit Markus Poschner am Pult im Kulturhaus stürmisch gefeiert. Nun ist das Orchester mit dem Aufsehen erregenden Mandolinisten Avi Avital zu Gast bei „Dornbirn Klassik“.

    Das Orchestra della Svizzera Italiana (OSI) ist eines der vierzehn festen Orchester in der Schweiz. Als ehemaliges Rundfunkorchester prägte es die Musikkultur im Tessin maßgeblich. International renommierte Dirigenten haben im Laufe der Jahre mit dem OSI zusammengearbeitet. Seit 2015 hat das Orchester ein neues Zuhause im „Lugano Arte Cultura“, ein Zentrum für Musik, Theater und Kunst, das über einen akustisch hervorragenden Saal verfügt.

    „Kunstwerke besitzen eine unauslotbare Tiefe, deren Unendlichkeit wir uns immer wieder aufs Neue stellen müssen, nicht zuletzt, um uns selbst besser verstehen zu lernen“, lautet eine Devise des aus München stammenden Dirigenten Markus Poschner. Er führt das „Orchestra della Svizzera Italiana“ seit 2015 zu interpretatorischen Höhenflügen. Darüber hinaus leitet der Dirigent, der auch als hervorragender Jazzpianist bekannt ist, das Bruckner Orchester Linz höchst erfolgreich.

    Der israelische Mandolinist Avi Avital fasziniert sein Publikum durch seine energiegeladene Spielart und sympathische Ausstrahlung. Im Jahr 2015 veröffentlichte der Musiker ein Album mit Mandolinenkonzerten von Antonio Vivaldi, das mit dem ECHO Award ausgezeichnet wurde. Spätestens diese Einspielung begründete den Weltruhm des inspirierenden Musikers.

    S. Salvatore OSI orizzontale
    S. Salvatore OSI orizzontale, © OSI Kaupo Kikkas
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