Lyrik bei FLATZ 2019

Das FLATZ Museum lädt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Lyrik bei FLATZ" im Herbst 2019 zu drei Lyrikabenden ein.  

 

Do 24.10.19, 19:00 Uhr: Alexander Nitzberg

Den Auftakt der Reihe „Lyrik bei FLATZ“ macht der 1969 in Moskau geborene Alexander Nitzberg, der als Lyriker, Übersetzer, Publizist, Rezitator und Librettist in Wien lebt. Zu seinem bei Suhrkamp erschienen Gedichtband „Farbenklavier“ schrieb etwa Matthias Politycki: „Schließt man beim Lesen die Augen, explodieren Litfaßsäulen, Schaufensterpuppen, ganze Städte.“ Alexander Nitzberg, der neben seinen Gedichtbänden zahlreiche Übersetzungen russischer Literatur publizierte, erhielt renommierte Auszeichnungen, so etwa auf Vorschlag von Peter Rühmkorf 2002 den Förderpreis zum Joachim-Ringelnatz-Preis der Stadt Cuxhaven oder 2008 den Förderpreis zum Hugo-Ball-Preis der Stadt Pirmasens. Für seine Neuübertragung von Bulgakows „Meister und Margarita“ wurde er 2013 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, ebenso wurde er mit dem „Jane-Scatcherd-Preis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung ausgezeichnet und 2014 mit dem „Read Russia-Preis der Russischen Föderation.“

 

Do 07.11.19, 19:00 Uhr: Christian Steinbacher

Der 1960 in Oberösterreich geborene, in Linz lebende Christian Steinbacher, wurde bereits in jungen Jahren von der experimentellen, avantgardistischen Literaturszene Österreichs geprägt. Heute schreibt er neben Gedichten poetische Prosa, Essays und Hörtexte, wobei er auch immer wieder mit anderen Kunstschaffenden wie dem Komponisten Christoph Herndler oder der Autorin Zsuzsanna Gahse, die auch schon Gast in der Reihe „Lyrik bei FLATZ“ war, zusammenarbeitet. Seit 1988 hat Christian Steinbacher an die 30 Werke veröffentlicht, seit 2011 vorwiegend im Czernin Verlag Wien. Zuletzt erschienen dort „Tief sind wir gestapelt: Gedichte“ (mit Arbeiten von Josef Bauer), „Gräser im Wind. Ein Abgleich“ (mit Fotoarbeiten von Elisa Andessner) und 2019 „Wovon denn bitte? Gedichte und Risse“. Von 1990 bis 2015 gestaltete Christian Steinbacher das Literaturprogramm der Linzer Künstlervereinigung MAERZ. Er wurde u. a. 2010 mit dem Literaturpreis Wartholz und 2013 mit dem Heimrad-Bäcker-Preis ausgezeichnet.

 

Do 21.11.19, 19:00 Uhr: Monika Rinck

Das Finale der diesjährigen Reihe bestreitet die in Berlin lebende Lyrikerin Monika Rinck. Die studierte Religions- und Literaturwissenschaftlerin sowie Germanistin publiziert seit 1989 in diversen Verlagen. 2012 erschien ihr Gedichtband „Honigprotokolle“ bei kookbooks, für den sie den Huchel-Preis erhielt. 2015 folgte „Risiko und Idiotie, Streitschriften“, 2019 der Gedichtband „Alle Türen“ im selben Verlag. Ebenso brachte der S. Fischer Verlag ihr Lesebuch „Champagner für Pferde“ heraus. Für Michael Braun von der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ ist Monika Rinck längst eine Ausnahmedichterin geworden, „deren Strahlkraft weit über den kleinen Kosmos der Lyrikcommunity hinausreicht“. 2015 erhielt die Autorin den Kleist-Preis und 2017 den Ernst-Jandl-Preis. Immer wieder ist sie auch als Übersetzerin tätig und kooperiert gerne mit Musikern und Komponisten. Von Zeit zu Zeit lehrt sie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.

Portrait von Christian Steinbacher, Urheber: Otto Saxinger
 Monika Rinck

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