Europäische Kulturhauptstadt 2024

Grundsatzbeschluss bei gemeinsamer Sitzung der Stadtvertretungen
Mit einem eindrucksvollen Signal, einem Grundsatzbeschluss und einer gemeinsamen Sitzung der Stadtvertretungen von Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Hohenems am vergangenen Montag in Schwarzenberg, bekennen sich die Städte sowie die Regio Bregenzerwald zur Fortsetzung der Vorbereitung für die gemeinsame Bewerbung der Region zur Kulturhauptstadt 2024. Noch nie in der Geschichte des Landes haben die Stadtparlamente gemeinsam getagt. Die gemeinsame Sitzung hat eine historische Bedeutung. Mit dem Beschluss wurde der Auftrag erteilt, in den kommenden zwei Jahren den Vorbereitungprozess für die gemeinsame Bewerbung weiterzuführen und die Entscheidung für die Bewerbung entsprechend vorzubereiten. Diese Entscheidung soll 2018 erfolgen. Die Städte erwarten sich auch mit dem Land Vorarlberg eine konstruktive Zusammenarbeit. Schließlich gilt es, den viert größten Ballungsraum Österreichs mit rund 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gezielt zu stärken. Bisher war es üblich, dass sowohl Bund, Land und die „Kulturhauptstadt“ mit der Region gemeinsam die Finanzierung tragen. Was mit dem vom Land Vorarlberg und den Rheintalgemeinden initiierten Projekt „Vision Rheintal“ begonnen hat, wird mit der gemeinsamen Bewerbung der Städte Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Hohenems sowie der Regio Bregenzerwald zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024 konkret umgesetzt. In den vergangenen Monaten wurde, von zahlreichen Gesprächen und Impulsen von Experten begleitet und unterstützt, durch die Kulturabteilungen der Städte (Bregenz – Christoph Thoma; Dornbirn – Roland Jörg; Feldkirch – Harald Petermichl; Hohenems – Martin Hölblinger) ein 23 Seiten starkes Konzeptpapier erarbeitet, in dem die Grundlagen und die Prozessschritte für die gemeinsame Bewerbung definiert wurden. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Fragen im Zusammenhang mit der Bewerbung geklärt werden können, sind die Rahmenbedingungen und die Strukturen definiert. Damit ist sichergestellt, dass die weiteren Vorbereitungen professionell und vor allem unter Beteiligung der Kultureinrichtungen, der Kulturschaffenden und der Gesellschaft abgewickelt werden können. Kein singulärer Event – nachhaltige Entwicklung und breite Beteiligung Standen bei früheren „Kulturhauptstädten“ vor allem der Ausbau der kulturellen Infrastruktur und die Schaffung von großen Events im Vordergrund, geht es heute vor allem um die Förderung nachhaltiger Strukturen und Netzwerke von Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden. Die Einbindung der Partner im Kulturleben ist ein wesentlicher Aspekt der Bewerbung. „Auch wenn wir einige Leuchtturmprojekte benötigen und bestehende Highlights wie die Bregenzer Festspiele, das Kunsthaus, die inatura oder das Jüdische Museum sowie das Konservatorium als Musikhochschule weiter stärken werden, geht es doch vor allem um die Vernetzung der Kulturschaffenden. Die Bewerbung kann dabei ein wichtiger Motor für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung in unserem Land sein,“ beschreibt Bürgermeister Markus Linhart einen der Kernpunkte des Bewerbungsprozesses. „Letztlich wird die Kulturlandschaft der gesamten Region und des ganzen Landes von dieser Bewerbung profitieren.“ Stärkung der Bodenseeregion In den vergangenen Monaten haben es die Städte im Rheintal geschafft, nicht nur über die eigenen Stadtmauern zu blicken, sondern auch Kontakte zu weiteren möglichen Partnern in der „Vierländerregion“ zu knüpfen. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann: „In den Gesprächen mit Bürgermeisterkollegen in Deutschland und der Schweiz haben wir gesehen, dass die Zusammenarbeit in der Bodenseeregion äußerst lebendig ist und bisherige Initiativen und Kooperationen die Region zusammenwachsen haben lassen.“ Die Bodenseeregion gilt europaweit als Modellregion der europäischen Integration. „Die gemeinsame Bewerbung ist eine einmalige Chance für die weitere Vertiefung dieser Beziehungen, die vor allem für unsere Kinder und nachfolgenden Generationen Bedeutung haben werden.“ Thematische Ausrichtung soll entwickelt werden Als Region mit Geschichte und kulturellen Wurzeln, die weit hinter das Mittelalter zurückreichen, ist das Land reich an kulturellen Schätzen. Eine lebendige Kulturszene mit Angeboten aus allen Bereichen – von der alternativen Szene bis zu den kulturellen Highlights in unserem Land – ist eine gute Basis für eine erfolgreiche Bewerbung. Die thematische Ausrichtung der Bewerbung soll in den kommenden zwei Jahren entwickelt werden. Bürgermeister Wilfried Berchtold: „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir einen Fundus an kulturellen Höchstleistungen haben, aber auch auf viele innovative Kulturinitiativen verweisen können. Kultur findet im Rheintal an vielen Orten und insbesondere bei den Menschen statt – das macht unsere Region einzigartig und spannend.“ Zusammenarbeit der Städte Bereits in der Vorbereitung des gemeinsamen Beschlusses durch die höchsten Gremien der Städte am Montag in Schwarzenberg war ersichtlich, dass die Zusammenarbeit auf Augenhöhe bestens funktioniert. Bürgermeister Dieter Egger: „Wenn vier Städte und die Regio Bregenzerwald eine Idee gemeinsam entwickeln, entsteht viel positive Energie, die in der gemeinsamen Sitzung deutlich spürbar war. Von der Bevölkerung wird das Rheintal schon lange als gemeinsamer Lebensraum wahrgenommen. Mit dieser Initiative setzen wir das konkret um.“ Die Kooperation ist nicht zuletzt auch ein Ausdruck, dass ein noch vor Jahrzehnten vorherrschendes Kirchturmdenken keinen Platz in einer moderen, zukunftsgewandten Gesellschaft hat Die weiteren Schritte Mit dem gemeinsamen Beschluss der Stadtvertretungen wurde die Grundlage für die weitere Vorbereitung der Bewerbung geschaffen. Bis zum Herbst dieses Jahres sollen Fragen zu den kulturellen, kulturpolitischen und politischen Zielen geklärt werden. So rasch als möglich soll zudem die Finanzierung des Bewerbungsprozesses sichergestellt werden. Es ist auch zu klären, welche weiteren strategischen Partner im Rheintal und in den angrenzenden Regionen miteingebunden werden sollten. In weiteren Gesprächen mit dem Land soll zudem die Bereitschaft für eine gemeinsame Entwicklung der Bewerbung geklärt werden.

 

 

Mag. Jörg Roland
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Dünser Karin
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