Dornbirn lässt kein Kind zurück

Von der Geburt bis zum Einstieg in das Berufsleben: Kinder haben auf diesem Weg immer wieder Hürden zu überwinden und die Familien Entscheidungen zu treffen. Auch wenn jedes Kind seine eigenen Talente hat; nicht immer gelingt es, diese so zu entwickeln, dass später das eigene Potential ausgeschöpft werden kann.

Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Manche Kinder haben es schwerer als andere, sich von der Geburt an konstant und positiv weiter zu entwickeln. Ursachen können soziale, gesundheitliche oder psychologische Probleme sein. Diese aufzuspüren und dort, wo es notwendig ist, Unterstützung anzubieten, ist das Ziel des neuen Konzepts, das mit einer „Präventionskette“ genau diesen Kindern optimale Zukunftschancen ermöglichen soll.“

Mit dem Modellvorhaben „Dornbirn lässt kein Kind zurück“ sollen jene Strukturen aufgebaut werden, die eine möglichst lückenlose Begleitung dieses Entwicklungsweges der Kinder ermöglicht. Dabei sind zahlreiche Bereiche zu berücksichtigen. Wie schon im Projekt „familieplus“ wird das Thema Familien nicht nur auf Bereiche wie Kinderbetreuung oder Bildung beschränkt. Ebenso wichtig ist es, dass die Kinder behütet und stressfrei aufwachsen können, dass sie Freunde haben, dass die Nachbarschaften funktionieren, dass Freizeiteinrichtungen und –angebote verfügbar sind, die eine attraktive Alternative zum Medienkonsum sind.

Auch die Familien selbst benötigen Unterstützung, um den Kindern ein sicheres Umfeld zu bieten; sind die Eltern gestresst oder haben sie zu wenig Zeit für ihre Kinder, beeinträchtigt das die Entwicklung.

„Hier wollen wir in Zukunft gemeinsam mit allen öffentlichen Stellen, die sich um die Kinder kümmern, genauer hinsehen, um mögliche Defizite frühzeitig erkennen und entgegensteuern zu können,“ ergänzt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann.

"Die Unterstützung für Kinder und Jugendliche in ihren individuellen Lebenslagen sowie für Familien soll durch den Auf- und Ausbau lokaler 'Hilfs-Netzwerke' bzw. 'Präventionsketten' gezielt verstärkt werden", präzisiert Familienstadtrat Josef Moosbrugger das Hauptanliegen des Projekts.

In Zusammenarbeit mit dem Land Vorarlberg sollen in den Kommunen innerhalb von drei Jahren eine Netzwerkstruktur und entsprechende Präventionsketten aufgebaut werden. Dabei will man einerseits erkennen, welche Faktoren für das Gelingen von kommunaler Prävention und Entwicklungsförderung von besonderer Bedeutung sind. Andererseits wird man auch die Entscheidungsgrundlagen für eine Ausweitung des Modellvorhabens ausarbeiten. 


Präventionsleitlinie der Stadt Dornbirn

Frei Carla, MA 
Amt der Stadt Dornbirn
Familien, Kinder und Schulen
Rathausplatz 2
6850 Dornbirn
Telefon: +43 5572 306 4320 
E-Mail: familien(at)dornbirn.at