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Geschichte des Martinimarktes
In alter Zeit begannen unsere heidnischen Vorfahren das Jahr mit dem Winterbeginn, dem "Wintermonat" November. In diesen Tagen dankten sie in einer Vorfeier zum Wintersonnwendfest ihrer höchsten Gottheit Wotan für die Ernte des vergangenen Jahres und erflehten sich Segen mit Bittopfern. Nach Einführung des Christentums wurde dieses Fest, an das sich Tanz und Festmahl anschlossen, auf den Martinitag übertragen, der später als allgemeiner Feiertag galt. Brotopfer, Pferderitte, Volksspiele sind aus dieser Zeit erhalten und werden besonders in manchen Gegenden Süddeutschlands weitergepflogen.
In Dornbirn war der Martinitag lange Zeit ein sogenannter "Zinstag". An diesem Tag zahlten die Schuldner ihren Zins. Pünktliche Zahler erhielten den sogenannten "Zinsgroschen" zurück, das war ein Teil des Zinsbetrages, in der Regel 5 % der zu bezahlenden Zinsen.
Andere Zinstage waren Lichtmeß (2.2.), Georgi (23.4) und Jakobi (25.7.).
In Dornbirn-Markt wurde zu Martini das Patrozinium gefeiert. An diesem Tage ruhte die bäuerliche Arbeit, es gab Feste daheim und auf allgemeinen Unterhaltungen.
Am Dienstag nach Martini fand bis in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts der größte Herbstmarkt Dornbirns, der Martinimarkt statt.
1976 wurde diese alte Tradition anläßlich der 75. Wiederkehr der Stadterhebung von der Werbegemeinschaft "Einkaufszentrum" (heute "Dornbirn inside") neu aufgegriffen und seither findet der Martinimarkt wiederum jährlich statt.
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